Neymar erstreitet sich Markenrechte an seinem Namen

vom 14.05.2019

Portugiese hatte sich Markenrechte für Schuhe und Mützen schützen lassen

Der bei Paris st. Germain spielende brasilianische Fußballstar Neymar hat vor einem EU-Gericht in Luxemburg die Markenrechte an seinem Namen zurück erstritten. Zum Prozess war es gekommen, nachdem sich ein Portugiese 2013 die Markenrechte für „Neymar“ in der Europäischen Union für Kleidung, Schuhe und Kopfbedeckungen gesichert hatte, das EU-Markenamt den Markenschutz aber aufgrund einer Klage des Fußballprofis wieder aberkannte. Gegen diesen Beschluss klagte nun der Portugiese.

Das Gericht entschied, dass der Mann bei der Anmeldung der Marke „bösgläubig gehandelt“ habe. Der Portugiese hatte argumentiert, dass der damals beim FC Santos spieldende Neymar 2013 in Europa noch nicht wirklich bekannt gewesen sei und er nicht habe wissen können, dass es sich um einen aufstrebenden Fußballstar handelte. Dies hatte ihm das Markenamt nicht geglaubt, zumal der Mann zeitgleich auch die Marke „Iker Casillas“ eingetragen hatte, den Weltmeister-Torhüter der spanischen Nationalmannschaft. Dieser Argumentation folgte nun auch das EU-Gericht, die den Portugiesen als Trittbrettfahrer ansieht, der das Ansehen des Fußballspielers ausnutzen wollte. Da er offenbar nie Produkte unter seinen Labels vertrieb, liegt der Verdacht nahe, dass er sich die Marken nur sicherte, um sie später bei den Spielern geltend zu machen und sie womöglich teuer zu verkaufen.