Rohde meldet Insolvenz an

vom 28.10.2016

Schuhhersteller will sich mit Hilfe eines Insolvenzverfahrens sanieren

Die Erich Rohde GmbH hat beim Amtsgericht Marburg Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Gericht Rechtsanwalt Frank Schmitt von Schultze & Braun bestellt. Der Geschäftsbetrieb soll unverändert und uneingeschränkt fortgeführt werden, teilte der Insolvenzverwalter mit.

Rohde sei durch hohe finanzielle Lasten aus der Vergangenheit trotz stabiler Umsätze in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Skandinavien und der Schweiz in Schieflage geraten. Durch das Verfahren soll auch die benötigte Liquidität gesichert werden, um die laufende Frühjahr-Sommer-Produktion vorzufinanzieren, begründet das Unternehmen den Schritt.

Die 138 Arbeitnehmer des Unternehmens wurden heute in einer Betriebsversammlung über das Verfahren informiert. Ihre Löhne und Gehälter sind bis Ende des Jahres über das Insolvenzgeld abgesichert. Bis dahin soll die Sanierungsidee konkretisiert werden. Der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Schmitt erklärt: „Unser vorrangiges Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und gleichzeitig geeignete Sanierungsmaßnahmen zu identifizieren, um das Unternehmen langfristig ertragsfähig zu machen.“