Rohde: Morgan Stanley stockt Anteile auf

vom 16.09.2014

Neue Gesellschafterstruktur beim nordhessischen Schuhhersteller

Der im hessischen Schwalmstadt ansässige Schuhhersteller Rohde wird seine Gesellschafterstruktur neu organisieren. Die Investmentbank Morgan Stanley übernimmt als bisheriger Mehrheitsgesellschafter zusammen mit Rohde-Geschäftsführer Oliver Kraxner die Anteile der weiteren Gesellschafter, der Wheatfield Investments GmbH mit rund 24 Prozent sowie die Anteile der Constantin Leander Venture Capital GmbH, beide Frankfurt, mit ebenfalls 24 Prozent. Das berichtet der Brancheninformationsdienst „markt intern“.

Mitte März 2008 hatten Square Four Investments und Morgan Stanley 100 Prozent der Vermögensgegenstände und die betriebsnotwendigen Immobilien des insolventen Unternehmens Erich Rohde KG Schuhfabriken i. L. übernommen. Square Four zog sich bereits 2010 aus der unternehmerischen Führung des Engagements zurück. Nun folgt wohl auch die Abgabe der Anteile.

Die Rohde-Gruppe beschäftigte bei Insolvenzantrag 2007 insgesamt rund 1700 Mitarbeiter, davon etwa 500 in Schwalmstadt. Der Umsatz belief sich 2007 auf etwa 100 Millionen Euro. 2008 verloren 200 Mitarbeiter, 2013 weitere 100 ihren Arbeitsplatz am Standort Schwalmstadt. Die Produktion in Portugal wurde bereits 2010 geschlossen. Seit der Schließung des Produktionsstandortes in Hessen arbeiten am Firmensitz Schwalmstadt noch rund 150 Mitarbeiter in den Bereichen Verwaltung, Modellabteilung, Produktentwicklung und Logistik. Der Jahresumsatz der Erich Rohde GmbH  beträgt laut „markt intern“-Informationen knapp 40 Millionen Euro.