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Royer will Luxusmarken verkaufen

vom 05.07.2013

Charles Jourdan und Stéphane Kelian schreiben rote Zahlen.

Die französischen Luxusschuhmarken Charles Jourdan und Stéphane Kelian stehen zum Verkauf. Beide Marken hatte die Royer-Gruppe in den Jahren 2007 und 2008 übernommen. „Der High-End-Bereich ist sehr kapitalintensiv, vor allen in Bezug auf Werbung. Wir haben dafür nicht die notwendigen Ressourcen“, sagte Jacques Royer, der CEO des Familienunternehmens in Bezug auf die in die roten Zahlen geratenen Luxusmarken. Royer hatte für die beiden Marken ein Designstudio mit 22 Mitarbeitern in Romans eröffnet. Gefertigt werden die Schuhe in Italien. Die Jahresproduktion lag zuletzt bei 14.000 Paar. Die Groupe Royer verkauft jährlich rund 30 Millionen Paar Schuhe. Zum Portfolio gehören 30 Lizenzmarken wie Converse oder New Balance sowie die Kinderschuhmarken Kickers, Aster und Mod'8.

Nach einem schnellen organischen Wachstum bis 2007 führte der Schuh-Spezialist eine Reihe von Akquisitionen durch, verschuldete sich aber dadurch. Mit der Wirtschaftskrise in Europa geriet auch Royer in die roten Zahlen. Im vergangenen Jahr sank der Umsatz um zehn Prozent auf 300 Millionen Euro. Der Sanierungsplan sieht vor, Vermögenswerte zu verkaufen, sich auf starke Marken und Lizenzen zu konzentrieren und Fabriken zu schließen. So sollen rund ein Dutzend Lizenzen abgegeben werden. Von den insgesamt 718 Arbeitsplätzen werden 163 wegfallen. Außerdem soll das Unternehmen eine neue Organisationsstruktur erhalten. So soll es keine einzelnen Teams für die jeweiligen Marken mehr geben, sondern die Labels werden in die Bereiche Sport, Mode, Kinder und „Massenmarkt“ aufgeteilt. Parallel dazu plant Royer die Eröffnung von Kinderschuhgeschäften unter dem Namen „Kids & Kickers“ durch Franchisenehmer. Geplant ist, bis 2015 wieder profitabel zu werden. Der Umsatz soll dann bei 320 Millionen Euro liegen. Im ersten Halbjahr lag der Umsatz mit 132 Millionen auf Vorjahresniveau.