Schuhimporte erreichen Allzeit-Hoch

vom 02.08.2014

Deutsche Schuhindustrie steigert Umsätze um 5,7 Prozent

Die deutsche Schuhindustrie blickt auf ein positives erstes Halbjahr 2014 zurück. Die Umsätze stiegen um 5,7 Prozent auf 1,240 Milliarden Euro in den ersten sechs Monaten. Dies sagte Ralph Rieker, Vorsitzender des Bundesverbandes der Schuh- und Lederwarenindustrie e.V. (HDS/L), anlässlich der Düsseldorfer GDS. Vor allem der deutsche Absatzmarkt entwickelte sich erfreulich. Die Umsätze der deutschen Schuhindustrie im Inland stiegen um 9,8 Prozent auf 943 Millionen Euro. Weniger günstig verlief die Umsatzentwicklung im Ausland. Hier ergab das erste Halbjahr 2014 ein Minus von 5,7 Prozent. Vor allem die Ukraine/Russland-Krise sorgte für deutliche Export-Rückgänge.

Die Schuhimporte erreichte im ersten Halbjahr ein Allzeit-Hoch, sagte HDS/L-Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert. Insgesamt wurden in Deutschland 340 Millionen Paar Schuhe eingeführt, das bedeutet einen Anstieg von 14,6 Prozent. Wertmäßige stiegen die Einfuhren um 12,7 Prozent auf 3,58 Milliarden Euro. Die Durchschnittspreise pro Paar sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Von 10,43 Euro pro Paar reduzierte sich der Durchschnittspreis um 17 Cent auf 10,26 Euro.

Der Durchschnittspreisrückgang ist vor allem durch die Preisentwicklung der Schuheinfuhren aus China geprägt. Lag der Durchschnittspreis für Schuhe aus China im Vorjahreszeitraum noch bei 5,81 Euro, so lag er im vergleichbaren diesjährigen Zeitraum bei 5,56 Euro. Der Anteil der Einfuhren aus China lag bei 53,4 Prozent. Den zweiten Rang bei den Importen belegt weiterhin Vietnam. Auf den weiteren Plätzen folgen die Niederlande, Indonesien und Italien. Wichtigste Exportländer der deutschen Schuhindustrie waren die Slowakei, die Niederlande, Polen, Frankreich und Österreich.

Für die zweite Jahreshälfte geht Ralph Rieker – zumindest was das Inland angeht – von einem weiteren Wachstum im einstelligen Prozentbereich aus. Die gute Stimmung nach dem Gewinn der Fußballweltmeisterschaft werde dem Schuhhandel zusätzliche Impulse geben. Der Ifo-Index für das Verarbeitende Gewerbe im Bereich Schuhe liege deutlich über dem Wert von vor zwölf Monaten. Auch der Auftragsbestand erreicht nach den Umfragen des Ifo-Institutes einen hohen Wert, allerdings schätzen die Unternehmer die Geschäftsentwicklung für die nächsten sechs Monate etwas verhaltener ein. Alles in allem sei die Stimmung der deutschen Schuhindustrie positiv und von Zuversicht geprägt.