Schuhumsatz wächst nur langsam

vom 19.07.2016

Filialbetriebe prägen das Bild des Fachhandels, entwickeln sich aber unterproportional

Passende Mode und Schuhe als Gesamtoutfit sind für Fashion-Fans ein Muss. Durch diese Kopplung werden zwar mehr Schuhe gekauft, die Ausgaben für Schuhe steigen aber nur unterproportional. Das heißt: Konsumenten greifen für ihren Schuhkonsum häufiger auf günstigere Preislagen zurück. Mit einem Plus von gerade einmal 0,9 Prozent auf rund 9,6 Milliarden Euro ist der Schuhmarkt 2015 kaum gewachsen. Einzig aus dem Onlinegeschäft kommen Wachstumsimpulse. Das ist das Ergebnis des „Branchenfokus Schuhe“ von IFH Köln und BBE Handelsberatung.

Der Schuhfachhandel wird von filialisierten Betrieben dominiert. Filialbetriebe konnten ihre Fachhandelsbedeutung lange Zeit zum Beispiel über Vorteile auf den Beschaffungsmärkten, Markenbekanntheit oder 1a-Lagen ausbauen. Im Zeitraum 2011 bis 2013 wurden jedoch die Vorjahresumsätze nicht mehr erreicht und auch wenn die letzten beiden Jahre wieder ein Umsatzplus einbrachten, entwickelte sich die Vertriebsform mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (2009-2015) von 1,5 Prozent insgesamt deutlich unterhalb des Gesamtmarktes, der bei einem Plus von 2,4 Prozent lag.