Signa übernimmt alle Karstadt-Anteile

vom 15.08.2014

Berggruen: „Wir machen den Weg frei für einen Neuanfang.“

Im Zuge der Ausübung einer zwischen den Parteien vereinbarten Call Option überträgt die Berggruen Holdings sämtliche Anteile an der Karstadt Warenhaus GmbH sowie der verbliebenen Anteile an den Geschäftsbereichen Karstadt Premium Group und Karstadt Sports an Signa Retail. Der Kaufpreis beträgt einen Euro. Zwischen den Vertragsparteien flossen keine Mittel. Die Transaktion
steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamts.

Signa hatte bereits im September 2013 die Mehrheit von 75,1 Prozent an der Karstadt Premium Group und Karstadt Sports für einen Euro übernommen und dafür im Gegenzug Investitionen in Höhe von 300 Millionen Euro zugesagt. Hiervon sind seitdem bereits 200 Millionen Euro in die Modernisierung der Warenhäuser geflossen.

Mit der Übertragung der Anteile zieht sich die Berggruen Holdings vollständig von ihrem Engagement bei Karstadt zurück. Dies gilt für das operative Geschäft sowie die Immobilien, auch die Aufsichtsratsmandate werden zum nächstmöglichen Zeitpunkt niedergelegt. Berggruen Holdings hatte die Karstadt-Gruppe 2010 aus der Insolvenz übernommen. Ziel war es, „auf Basis einer starken Marke, eines klaren Zukunftskonzepts und mit Unterstützung der Arbeitnehmer und Gewerkschaften den Turnaround ohne Schließung von Standorten und mit einer Beschäftigungsgarantie herbeizuführen“.

Nicolas Berggruen erklärt: "Wir haben Karstadt im Jahr 2010 aus der Insolvenz geführt und konnten den Fortbestand des Unternehmens ohne massive Einschnitte bei der Belegschaft bis 2012 gewährleisten. Bis heute wurde kein einziger Standort geschlossen. Aber trotz unserer Bemühungen schreibt Karstadt noch keine schwarzen Zahlen. Wir machen daher den Weg frei für einen Neuanfang mit einem neuen Eigentümer."