Sonntagsöffnung: Geteiltes Meinungsbild

vom 01.07.2017

BDSE fordert Planungssicherheit und bundeseinheitliche Regelung

Die Meinungen zur Sonntagsöffnung im Schuhhandel sind geteilt. Laut einer Umfrage des Bundesverbands des Deutschen Schuheinzelhandels (BDSE) lehnt mit 49 Prozent etwa die Hälfte der Unternehmen eine Sonntagsöffnung generell ab. Nicht ganz so hoch ist mit 44 Prozent der Anteil derer, die sich zwar für verkaufsoffene Sonntage aussprechen, diese aber auf maximal 10 im Jahr begrenzt sehen möchten. Lediglich 7 Prozent der Schuheinzelhändler befürworten eine generelle Freigabe der Sonntagsöffnung. Das Ergebnis bestätigt, dass der Handel in dieser Frage nach wie vor gespalten ist.

Eine einheitliche politische Stoßrichtung für eine Änderung des Status quo lässt sich für den Handelsverband daraus schwerlich ableiten. Wichtig aus Sicht des BDSE ist allerdings, dass die Unternehmen des Schuhhandels Planungssicherheit erhalten: Wenn ein verkaufsoffener Sonntag behördlich genehmigt sei, müsse er auch durchgeführt werden können. Ver.di hatte in den vergangenen Jahren eine Vielzahl Verfahren gegen kommunale Genehmigungen geführt, teilweise gemeinsam mit kirchlichen Organisationen. Dadurch mussten zahlreiche Verkaufsaktionen kurzfristig abgesagt werden.

Ferner wäre für den BDSE eine bundeseinheitliche gesetzliche Regelung wünschenswert. Derzeit wird die Obergrenze möglicher verkaufsoffener Sonntage auf Länderebene und damit unterschiedlich festgelegt, was zu Wettbewerbsverzerrungen in den Grenzgebieten der Bundesländer führt.