Sportmarkt im Aufwind

vom 29.03.2018

Umsatz mit Sportbekleidung, -schuhen und -geräten klettert auf knapp acht Milliarden Euro

Konsumenten in Deutschland investierten 2017 knapp acht Milliarden Euro in Sportbekleidung, -schuhe und -geräte sowie Outdoor Equipment und Camping-Ausrüstung. Das zeigt der neue „Branchenfokus Sport“ von IFH Köln und BBE Handelsberatung. Zum Vergleich: 2012 lag der Umsatz mit Sportausrüstung noch bei 6,4 Milliarden Euro. Damit ist der Sportmarkt in diesem Zeitraum jährlich im Schnitt um 4,3 Prozent gewachsen. Das vergangene Jahr schließt die Branche sogar mit einem Umsatzplus von 4,7 Prozent ab.

„Sport bewegt nicht nur Menschen, sondern auch den Handel. Wie nur wenige andere Märkte profitiert der Sportmarkt seit 2012 von einer dauerhaft anhaltenden gesamtdeutschen Handelsperformance“, so Ralf Jackels, Consultant am IFH Köln. „2017 wurde dank eines starken Endspurtes das letztjährige Wachstum auf der Zielgeraden nochmals übertroffen. In einem dynamischen Markt mit einer hohen Fachhandelsaffinität kann auch ohne zusätzlich treibende Großveranstaltungen insgesamt auf eine sehr positive Entwicklung zurückgeblickt werden.“

Wachstumstreiber: Wintersport und Wanderschuhe

Einige Warengruppen zeigen sich besonders wachstumsstark und tragen damit zur positiven Bilanz des gesamten Sportmarktes bei. Nach vorangegangenen schwachen Wintern kann 2017 witterungsbedingt beispielsweise ein langersehntes Wintersportplus eingefahren werden: Der Umsatz mit Wintersportgeräten wie Skiern steigt um 10,9 Prozent. Auch das Plus bei Wanderschuhen liegt über dem Gesamtmarktschnitt. Insgesamt müssen nur vier der 19 betrachteten Warengruppen im Sportmarkt 2017 ein Umsatzminus verkraften.

Fachhandel nimmt jeden zweiten Euro ein

Der Fachhandel liegt bei Konsumenten für den Kauf von Sportbekleidung, -geräten und Co. weiterhin hoch im Kurs: So halten Sport- und branchenfremder Fachhandel 2017 zusammen einen Marktanteil von 56 Prozent.

„Betrachtet man die Entwicklung des Sporthandels in den letzten Jahren, dürften sich bei den meisten Teilnehmern der Branche zwei verschiedene Gefühlswelten einstellen. Zum einen befinden wir uns nach wie vor in einer emotionalen Branche mit innovativen Produkten und Wachstumschancen. Auf der anderen Seite hat insbesondere der deutsche Markt viele Begehrlichkeiten geweckt. In einem leicht wachsenden Gesamtmarkt drängten in den letzten Jahren viele potente und kapitalstarke Player auf den Markt und der Verdrängungswettbewerb hat sich enorm verschärft“, so Florian Schöps, Consultant bei der BBE Handelsberatung.