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Stefan Frank verlässt Kennel & Schmenger

vom 10.01.2014

Unterschiedliche Auffassungen über die strategische Ausrichtung

Wechsel bei Kennel & Schmenger: Geschäftsführer Stefan Frank und der Pirmasenser Schuhhersteller gehen künftig getrennte Wege. Unterschiedliche Auffassungen über die strategische Ausrichtung des Unternehmens hätten zu dieser Entscheidung geführt. Zu Details wollten sich die Betroffenen nicht äußern. Seinen Schreibtisch hat Frank bereits geräumt. Er war seit Februar 1999 bei der Damenschuhfabrik beschäftigt. Der 41-Jährige verantwortete die Bereiche Vertrieb und Marketing. Im November 2005 hatte Firmenchef Klaus Kennel dem Pirmasenser zunächst Prokura erteilt und ihn im Herbst 2011, mit dem Rückzug ins Privatleben, zum Geschäftsführer bestellt.

Frank teilte sich die Verantwortung mit Chefdesigner Andreas Klautzsch. Der 45-Jährige hält als geschäftsführender Gesellschafter 20 Prozent der Anteile des Unternehmens. „Die neue Generation“, wie Kennel das Führungsduo gerne bezeichnete, hatte  2002 den Imagewandel der Marke eingeläutet. Die  einst konservative Modellpalette wurde konsequent verjüngt, um im modisch-hochpreisigen Segment Fuß zu fassen. Gleichzeitig ist die Schuhmanufaktur erfolgreich neue Wege im Vertrieb gegangen. Neben einem Online-Shop gehören dazu  auch zehn eigene Boutiquen in exklusiven Lagen, darunter in Hamburg, Berlin, Trier und Mainz. Im April kommt ein weiteres Geschäft in München dazu.

Der Erfolg gab den Machern Recht: In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Umsatz nach eigenen Angaben verdoppelt, auf zuletzt 50 Millionen Euro. Mehr als 43 Prozent der Schuhe gehen in den Export. Rund ein Drittel der jährlich 750 000 Paar Schuhe werden im Pirmasenser Stammwerk gefertigt, die übrigen in zwei Fabriken in Ungarn. Der Premiumhersteller beschäftigt insgesamt rund 600 Mitarbeiter, 250 davon in Pirmasens.