Strenesse beantragt Insolvenz

vom 16.04.2014

Modeunternehmen soll in Eigenverwaltung restrukturiert werden

Das Modeunternehmen Strenesse hat heute Vormittag beim Amtsgericht Nördlingen einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt. Dieser wurde vom Gericht gewährt. Nun hat die Firma drei Monate Zeit, die Situation selbst zu bereinigen. Überwacht werden die Maßnahmen von der Kanzlei Pluta, die als Sachwalter bestellt wurde. „Wir wollen, dass Strenesse schnellstmöglich wieder profitabel wird“, sagt Michael Pluta. Ein vom Vorstand erarbeitetes Restrukturierungskonzept soll in den kommenden Monaten umgesetzt werden. Der Geschäftsbetrieb soll uneingeschränkt fortlaufen.

Strenesse hatte nach einem Umsatzeinbruch Anfang des Jahres einen Sanierungsplan angekündigt. Damit verbunden waren Entlassungen in praktisch allen Abteilungen. Das im Besitz der Gründerfamilie befindliche Modehaus beschäftigte zuletzt rund 400 Mitarbeiter, davon etwa 220 in Nördlingen. In dritter Generation ist seit zwei Jahren Luca Strehle Vorstandschef. Laut Geschäftsbericht erwirtschaftete das Unternehmen 2012/13 bei einem Umsatz von 58,9 Millionen Euro einen Verlust nach Steuern von 3,7 Millionen Euro.