theMicam: International gut aufgestellt

vom 17.02.2016

Deutsche Besucher kamen offenbar nicht so zahlreich wie früher

Die Mailänder Schuhmesse theMicam, die vom 14. bis 17. Februar stattgefunden hat, zog erneut zahlreiche internationale Besucher an. Deutsche Einkäufer waren allerdings nur vereinzelt zu sehen.

Was für ein Messe-Marathon! Kaum war die GDS beendet, hieß es zumindest für die modisch interessierten Schuhhändler schon wieder Koffer packen und Abflug nach Mailand. Auf der Schuhmesse The Micam zeigten 1.456 Aussteller (davon 43 Prozent aus dem Ausland) ihre Kollektionen für Herbst/Winter 2016/17. Mit der Besucherfrequenz zeigten sich die meisten Anbieter zufrieden. Vor allem die Internationalität der Messe wurde immer wieder gelobt. Lediglich aus Deutschland wurden einige Händler vermisst.

„Was fehlt ist die Laufkundschaft. Die Stammkunden sind da, aber es wird immer schwieriger neue Kunden zu finden“, sagt Dominque Hopf von Franco Russo stellvertretend für viele seiner Kollegen. „Der Dampf fehlt“, meint Thomas Stein vom spanischen Label Maypol. Deutsche seien deutlich weniger also sonst auf der Messe. Allerdings habe man diese Händler leider auch nicht auf der GDS gesehen, so Stein weiter. Kleinere Einkaufsteams und eine geringere Verweildauer sorgen insgesamt dafür, dass auch erfolgsverwöhnte Veranstaltungen wie The Micam weniger belebt als in der Vergangenheit erscheinen. Der Markt ist nervös. Liquiditätsprobleme, das richtige Timing, Private Label- und innovative Strategien, um den Kunden ins Geschäft zu holen, standen auch in Mailand im Mittelpunkt der Gespräche.

Dr. Claudia Schulz