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Top-Einkaufsmeilen: Zeil wieder Spitze

vom 11.07.2017

München stellt Rekord auf: Erstmals drei Straßen unter den deutschen Top Ten

Die Frankfurter Zeil hat sich den Spitzenplatz unter den frequenzstärksten Einkaufsstraßen Deutschlands zurückgeholt. Mit 14.875 gezählten Besuchern pro Stunde zwischen den zentralen Plätzen Hauptwache und Konstablerwache setzte sich die Frankfurter Konsummeile mit mehr als 550 Passanten Vorsprung deutlich an die Tabellenspitze. Im vergangenen Jahr hatte sie mit 14.250 Passanten noch mit der Bronzemedaille Vorlieb nehmen müssen. Der Vorjahressieger Kölner Schildergasse verlor hingegen deutlich von 16.835 Passanten im vergangenen Jahr auf diesmal 13.505 und musste sich auf Platz 4 einreihen. Insgesamt hat die Zahl der gemessenen Passanten in diesem Jahr erneut zugelegt – von 708.545 auf 722.780. Das sind mehr als 10.000 über dem 5-Jahres-Schnitt.

Einen neuen Rekord stellte derweil München auf: Erstmals konnte eine Metropole mit drei Einkaufsstraßen unter den Top Ten landen. Die Kaufingerstraße (2. Platz/14.320 Passanten), die Neuhauser Straße (6. Platz/11.745 Passanten) und die Weinstraße (7. Platz/10.035 Passanten) lassen die bayrische Landeshauptstadt verschmerzen, dass es nicht ganz für den Spitzenplatz gereicht hat.

Licht und Schatten in Düsseldorf: Flinger Straße fast ganz oben, Schadowstraße rutscht ab

Zu den großen Gewinnern gehört derweil die Flinger Straße in der Düsseldorfer Altstadt, die mit 13.710 Passanten auf dem bundesweit dritten Platz landete – nach 8.035 Besuchern und dem 13. Platz im Vorjahr. Die Weinstraße machte derweil einen Satz von Platz 19 auf 7 und die Bremer Sögestraße mit 8.415 Passanten gar von Platz 45 auf 11.

Deutliche Einbußen hinnehmen musste hingegen die baustellengeplagte Düsseldorfer Schadowstraße, die von Rang 5 mit 12.365 Passanten auf Rang 10 mit 8.465 Passanten rutschte. Im Gegensatz zur konstant frequentierten Georgstraße musste die Hannoveraner Bahnhofstraße einen Dämpfer hinnehmen, verlor gar 17 Plätze und landete mit 6.495 Passanten nur noch auf Rang 25 nach Platz 8 im Vorjahr.

Konstant in den Top Ten liegen darüber hinaus die Hannoveraner Georgstraße auf Rang 5 mit 11.905 Personen, die Hamburger Mönckebergstraße mit 9.475 auf Rang 8 und der Dortmunder Westenhellweg mit 8.750 Passanten auf dem 9. Platz. Dortmund ist damit die einzige Stadt unter den Top 10, die nicht zu den klassischen Big 10 der Immobilienbranche gehört.

Ranking nach Einwohnerzahlen: Bielefeld, Aachen und Lüneburg auf den Spitzenplätzen

Die Bielefelder Bahnhofstraße (8.035) ist mit Abstand die bestbesuchte Einkaufsmeile in der Kategorie 250.000 bis 500.000 Einwohner und kommt bundesweit auf Platz 12. Es folgen die Wiesbadener Kirchgasse (7.585; bundesweit Rang 16) und die Münsteraner Ludgeristraße (7.345; 18.). Die Kaiserstraße in Karlsruhe (7.330; 19.) und die Augsburger Annastraße (7.155; 20.) vervollständigen die fünf Top-Lagen dieser Kategorie.

Bei den mittelgroßen Städten mit 100.000 bis 250.000 Einwohnern ist die Aachener Adalbertstraße (6.210; 29.) das Maß der Dinge. Auf den Rängen zwei und drei folgen die Paderborner Westernstraße (6.185; 30.) und die Trierer Simeonstraße mit 6.095 Passanten auf Rang 31. Zu den Top 5 in dieser Einwohnerkategorie gehören zudem die Obere Königstraße in Kassel (5.995; 32.) und die Breite Straße in der Hansestadt Lübeck (5.990; 33.).

In der Kategorie unter 100.000 Einwohnern trumpft die Große Bäckerstraße in Lüneburg (4.715; 60.) auf. Dahinter folgt der Grüne Markt in Bamberg (4.655; 63.) auf Rang zwei. Platz drei geht an den Flensburger Holm (4.495; 68.). Der langjährigen Spitzenreiter in dieser Kategorie, den Gießener Seltersweg (4.040; 79.) und die Kanzleistraße in Konstanz (3.205; 93.) machen die Top 5 der Kategorie komplett.

Deutsche Luxusmeilen: Königsallee weit vorne, dahinter wechselt das Verfolgerfeld

Bei den deutschen Luxusmeilen ist die Düsseldorfer Königsallee traditionell kaum zu schlagen. So auch 2017, wo 4.785 für den 59. Gesamtrang, aber vor allem für die unangefochtene Spitzenposition unter den Prachtstraßen reichte. Mit nur fast der Hälfte der Besucher, nämlich 2.660 folgt die Münchner Maximilianstraße. Immerhin: Vor einem Jahr war der Zuspruch mit 1.830 Passanten noch deutlich niedriger gewesen. Ebenso steigerte die Stuttgarter Stiftstraße ihre Popularität nach einer Baustellenphase wieder und verdreifachte ihre Quote von 850 auf 2.480 Passanten nahezu. Abwärts ging es derweil für die Frankfurter Goethestraße, die von 2.500 auf 1.645 Personen pro Stunde fiel sowie der Neue Wall in Hamburg, der nach 3.020 Besucher im Vorjahr diesmal nur noch 1.600 verzeichnete.

Menge an Hochfrequenzlagen: Hannover läuft Hauptstadt Berlin den Rang ab

Erneut hat die Millionenstadt München die höchste Dichte an Hochfrequenzlagen mit jeweils mehr als 5.000 Passanten/Stunde vorzuweisen. In der bayrischen Landeshauptstadt sind dies in der Reihenfolge ihrer Frequenzstärke die Lagen Kaufingerstraße, Neuhauser Straße, Weinstraße, Tal sowie Sendlinger Straße. Überraschend: Dahinter hat Hannover Berlin überholt. In Niedersachsens Großstadt sind die Georgstraße, die Bahnhofstraße, die Große Packhofstraße und Karmarschstraße hochfrequentiert. In Berlin erreichen nur die Lagen Tauentzienstraße, Kurfürstendamm und Friedrichstraße dieses Niveau. Allerdings liegen die Hannoveraner Straßen alle benachbart zentral, während Berlins Konsumlagen über das gesamt Gebiet der Millionenstadt verstreut sind.

Bei den Bundesländern ist Nordrhein-Westfalen das Maß der Dinge: Insgesamt 14 Einkaufsstraßen erzielen dort mit ihrer jeweiligen Spitzenlage Frequenzen oberhalb von 5.000 Passanten/Stunde. In NRW insgesamt wurden 208.150 Passanten je Stunde gezählt.

Fußgängerzonen locken deutlich mehr Besucher an

Auch in diesem Jahr hat JLL analysiert, inwieweit sich die Passantenzahlen in Fußgängerzonen von denen in Fahrstraßen unterscheiden. Analysiert wurden 2017 dafür 132 Fußgängerzonen sowie dem entgegen 38 Fahrstraßen. Wie erwartet weisen die Fußgängerzonen eine deutlich höhere Frequenz auf. Im Durchschnitt liegen diese bei knapp 4.500 Passanten je Stunde. In den Fahrstraßen ermittelt JLL dagegen nur durchschnittlich 3.300 Passanten je Stunde.

 
 
 

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