Wortmann-Gruppe mit leichtem Wachstum

vom 26.09.2014

Kräftige Investitionen an den Standorten Detmold und Pirmasens

Die Wortmann-Gruppe aus Detmold, bekannt u.a. durch ihre Marke Tamaris, hat im vergangenen Geschäftsjahr 2013/14 (31.05.) ihren Umsatz um 0,2 Prozent auf 1,013 Milliarden Euro steigern können. Die Exportquote blieb dabei konstant auf 53,2 Prozent. Positiv entwickelten sich im europäischen Ausland vor allem die Märkte in Frankreich, Benelux und Großbritannien, aber auch in Griechenland. Osteuropa blieb in der zweiten Geschäftsjahreshälfte hinter den Erwartungen zurück.

Das internationale Privat-Label-Geschäft der Novi Footwear, Hongkong/Singapur, aus Asien heraus war im vergangenen Geschäftsjahr - auch wechselkursbedingt - weiter rückläufig und hat damit ein besseres Abschneiden der gesamten Gruppe nicht zugelassen. Die neu gegründete USA-Tochter Tamaris Inc. wird, wie geplant, im Herbst 2014 mit dem Verkauf der Herbst-Winter-Kollektion 2015 starten. Die Kollektionen der Wortmann-Gruppe werden weltweit in über 70 Ländern und mehr als 15.000 Schuhgeschäften angeboten.

Das vergangene Geschäftsjahr war einmal mehr geprägt durch diverse Wetterkapriolen, die sowohl der Schuh- als auch der Bekleidungsbranche in ganz Europa zu schaffen machten. Der Einfluss auf das Kaufverhalten der Endverbraucher war deutlich zu spüren. Scheinbar unbeeindruckt davon wuchs der Anteil des Internethandels weiter. Auch die Onlineshops von Tamaris profitieren hiervon, wobei der Fokus nach wie vor klar auf einem Multichannel-Ansatz liegt, mit dem Ziel, den stationären Schuhhandel mit dem digitalen noch enger zu verzahnen.

Die Tamaris-Systempartnerschaft verzeichnet derzeit insgesamt 946 Flächen (Vorjahr 845, plus 12 Prozent) in 32 Ländern. Hierin enthalten sind 299 Tamaris-Mono-Label-Stores (Vorjahr 253, plus 18 Prozent) und 647 Shop-in-Shops (Vorjahr 592, plus 9 Prozent). Etwa 45 Prozent der Flächen werden im Ausland betrieben.

Im laufenden Geschäftsjahr investiert die Unternehmensgruppe kräftig in ihre Standorte. Zum Ende dieses Jahres wird Wortmann in Detmold einen neuen Fabrikverkauf eröffnen. Die Bauarbeiten verlaufen derzeit planmäßig, sodass dem Start Ende November nichts im Wege stehen sollte. Das Investitionsvolumen hierfür beträgt rund 5 Millionen Euro. Ebenfalls in Detmold wird die Gruppe weitere etwa 4 Millionen Euro in den Ausbau ihrer Hauptverwaltung investieren. Die Expansion der jüngeren Vergangenheit führte zu einem deutlich gestiegenen Bedarf an modernen Büroflächen. Durch den großzügigen Ausbau bestehender Flächen wird Raum für rund 140 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

In Pirmasens will die Wortmann-Tochter Caprice ihre Beschaffungsprozesse optimieren und investiert hierzu an ihrem Standort etwa 3 Millionen Euro in ein neues Lager für Komponenten und Rohstoffe sowie Trainings- und Schulungskapazitäten.

Die Wortmann-Gruppe gehört mit einem Paarzahlvolumen im laufenden            Geschäftsjahr von 52,6 Millionen Paar, davon im Segment Fashion 31,6 Millionen und im Bereich Standard 21,0 Millionen, zu den größten Schuhproduktions- und vertriebsunternehmen in Europa. Bei modischen Damenschuhen gilt man als Marktführer in Europa. Zur Unternehmensgruppe zählen neben der Topmarke Tamaris die Marken Marco Tozzi, Caprice, Jana und s.Oliver shoes. Dazu kommt die Novi Footwear Fareast Ltd. in Asien. Wortmann ist mit eigenen Gesellschaften an acht Standorten in Europa, weiteren elf in Asien und einem in den USA vertreten. International zählt die Gruppe derzeit insgesamt 1.114 Mitarbeiter (Vorjahr 1.092) davon 699 in Europa. Weltweit produzieren ca. 30.000 Arbeitskräfte für die Detmolder Unternehmensgruppe. 

Die Gesamtinvestitionen lagen mit 16,5 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Die Ertragslage wird auch für das vergangene Geschäftsjahr als durchweg zufriedenstellend bezeichnet. Bei einer konstant hohen Eigenkapitalquote von über 75 Prozent erfolgen sämtliche Investitionen grundsätzlich aus eigenen Mitteln. Bankkredite werden nicht in Anspruch genommen.

Das aktuelle Geschäftsjahr 2014/15 wird in Detmold auch vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung in Osteuropa mit den wichtigen Absatzmärkten Russland und Ukraine, auf denen die Wortmann-Gruppe stets stark vertreten war, noch zurückhaltend eingeschätzt. Dennoch wird auf Basis der derzeit vorliegenden Auftragseingänge eine Umsatzsteigerung über der des vergangenen Jahres erwartet.