Zalando: "Nie waren wir stärker"

vom 01.03.2016

Online-Händler plant 2016 über 20 Prozent Wachstum

Zalando plant für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 20 bis 25 Prozent. Dafür will Europas führende Online-Plattform für Mode weiter in die Optimierung des Kundenerlebnisses investieren. Das Unternehmen erwartet für das Jahr 2016 einen Investitionsaufwand (ohne Unternehmenszukäufe) in Höhe von rund 200 Millionen Euro. Trotz der Investitionen erwartet Zalando für das laufende Geschäftsjahr eine bereinigte EBIT-Marge von 3,0 bis 4,5 Prozent.

„Nie waren wir stärker, und nie zuvor haben sich uns so viele großartige Chancen geboten“, sagte Vorstandsmitglied Rubin Ritter. „Wir haben bewusst die Entscheidung getroffen, unseren Wachstumskurs bei solider Profitabilität fortzusetzen. Das ist der beste Weg, um langfristig Wert zu schaffen.“

Der Konzernumsatz von Zalando stieg 2015 um 33,6 Prozent auf 2,958 Milliarden Euro. In der Region DACH wuchs der Umsatz um 28 Prozent auf 1,580 Milliarden Euro, in der Region Übriges Europa erhöhte er sich sogar um 40,5 Prozent auf 1,212 Milliarden Euro. Der bereinigte EBIT lag bei 107,5 Millionen Euro, die bereinigte EBIT-Marge bei 3,6 Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge in der DACH-Region lag bei 6,4 Prozent. Das Segment Übriges Europa näherte sich mit einer bereinigten EBIT-Marge von -0,3 Prozent der Gewinnzone. Zum Ende des Jahres 2015 beschäftige Zalando rund 10.000 Mitarbeiter.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Zalando hat eine Reihe neuer Angebote eingeführt, zum Beispiel einfachere und schnellere Lieferungen und Rücksendungen in den 15 europäischen Märkten. Das Sortiment sei erweitert und die Beziehungen mit Zalandos Markenpartnern vertieft worden.

Unterstützt durch den starken Fokus auf die Entwicklung von mobilen Angeboten, stiegen die Besuche von mobilen Endgeräten im Jahresvergleich stark von 48 Prozent auf 60 Prozent an. So haben sich unter anderem die Downloads der App auf 16 Millionen im Jahr 2015 mehr als verdoppelt, von rund 7 Millionen 2014. Die Zahl aktiver Kunden wuchs um 22 Prozent auf rund 18 Millionen zum Jahresende, während die durchschnittliche Anzahl an Bestellungen pro aktivem Kunden ein Allzeithoch erreichte.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe Zalando weitere Fortschritte bei der Umsetzung seiner Plattformstrategie erzielt, teilte das Unternehmen mit. In diesem Zuge hat Zalando neue Plattforminitiativen gestartet - zum Beispiel Zalon, eine Shoppingberatung durch freiberuflichen Stylisten, und Zalando Media Solutions, dem Zalando-Serviceangebot an Marken für digitale Werbung. Der Kauf von Metrigo und nugg.ad, sowie die Beteiligung an Anatwine, habe darüber hinaus die Entwicklung zur Plattform maßgeblich vorangetrieben. 

Investitionen in die Technologie- und Logistikkapazitäten von Zalando seien wesentlicher Bestandteil der Plattformstrategie. Im Technologiebereich beschäftigte Zalando zum Jahresende rund 1.000 Mitarbeiter. In Dublin und Helsinki wurden Tech Hubs eröffnet. Das europäische Logistiknetzwerk wächst durch die geplante Eröffnung eines dritten großen Logistikzentrums im süddeutschen Lahr und einem ersten Satelliten-Logistikzentrum im italienischen Stradella. Aufgrund der starken Wachstumsdynamik sei die Planung für ein weiteres großes Logistikzentrum vorgezogen worden.

Der Zalando Geschäftsbericht ist online und zum Download verfügbar.