Zalando steigert Umsatz um über 50 Prozent

vom 14.02.2014

Verlust erneut deutlich gestiegen - Erstmals mehr Bekleidung als Schuhe verkauft

Der Online-Modeanbieter Zalando hat seinen Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2013 um rund 600 Millionen Euro und damit um mehr als 50 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gesteigert. Das geht aus den vorläufigen Zahlen des Modehändlers hervor. Insbesondere der Ausbau der bestehenden Kategorien Schuhe und Bekleidung in den Kernmärkten sowie die starke Entwicklung der 2012 neu etablierten Märkte hätten das Wachstum vorangetrieben, teilte das Unternehmen mit. Zalando ist auch 2013 schneller als der Markt gewachsen und hat in allen regionalen Märkten Marktanteile gewonnen. In der Kernregion DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz) erreichte Zalando erstmalig einen Nettoumsatz von mehr als einer Milliarde Euro. In den internationalen Regionen ist der Nettoumsatz jeweils im hohen zweistelligen Bereich gewachsen. Insbesondere die sieben 2012 neu etablierten Märkte hätten sich erfolgreich entwickelt und das Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf mehr als 70 Prozent in der ersten Jahreshälfte 2013angehoben.

„2013 war erneut ein starkes Jahr für uns, in dem wir unsere führende Position in der europäischen Mode-E-Commerce-Branche unterstrichen haben”, sagte Robert Gentz, Mitglied des Vorstands von Zalando. Mit mehr als 300 Millionen Shop-Besuchen im vierten Quartal 2013 hat sich Zalando als Europas meistbesuchte Mode-Website etabliert.

Der Ausbau des Sortiments von Zalandos erster Kategorie „Schuhe“ um die Segmente „Mode, Sport und Accessoires“ wurde weiter fortgeführt. Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte verkaufte Zalando im Geschäftsjahr 2013 mehr Bekleidung als Schuhe. Der Kundenstamm wuchs weiterhin stark an: Zum Jahresende verzeichnete das E-Commerce Unternehmen mehr als 13 Millionen aktive Kunden, die in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal bei Zalando eingekauft hatten. 2012 waren es knapp über neun Millionen.

Trotz der Umsatzsteigerungen ist der Verlust weiter gestiegen, denn die Ebit-Marge von Zalando lag weiterhin im negativen Bereich. Sie habe sich zwar um rund einen halben Prozentpunkt verbessert von 7,2 Prozent im Jahr 2012, erklärte die Firma. Angesichts des stark gestiegenen Umsatzes bedeutet das trotzdem einen höheren Verlust. In der Kernregion DACH habe Zalando auch im Jahr 2013 den Break-even auf Ebit-Ebene erreicht und sei weiter stark gewachsen.

Zalando hatte im Dezember die Rechtsform der Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt, um dem Unternehmen eine Corporate Governance-Struktur zu geben, die für die internationale Ausrichtung und das zukünftige Wachstum angemessen sei. Christina Stenbeck, Vorstandsvorsitzende von Investment AB Kinnevik wird zur Aufsichtsratsvorsitzenden von Zalando ernannt. Lothar Lanz, Finanzvorstand der Axel Springer SE, wurde ebenfalls in den Aufsichtsrat der Zalando AG berufen und wird Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses.