Mitgründer und Co-CEO Tarek Müller

Modeplattform noch immer weit von der Gewinnzone entfernt

Modeplattform noch immer weit von der Gewinnzone entfernt

Die Modeplattform About You hat ihren Umsatz im Ende Februar endenden Geschäftsjahr 2021/22 um 48,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,732 Milliarden Euro gesteigert. Auch für das laufende Geschäftsjahr plant das Unternehmen ein weiter deutlich steigendes Wachstum, wenn auch nicht mehr auf diesem hohen Niveau. Bei der Vorlage des Geschäftsberichtes in Hamburg teilte das Unternehmen  mit, um 25 bis 35 Prozent wachsen zu wollen.

Von der Gewinnzone ist About You aber noch weit entfernt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag bei minus 67 Millionen Euro. Ein ähnliches Ergebnis peilt das Unternehmen auch für das laufende Geschäftsjahr an. Der Verlust fiel damit fast doppelt so hoch aus wie im Vorjahr (-35,5 Millionen Euro). Erst im Geschäftsjahr 2023/24 will About You die Gewinnschwelle erreichen, sagte Co-CEO Tarek Müller. „Wir sind zuversichtlich, was unseren Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr angeht, und können unser mittelfristiges Ziel bekräftigen, im Geschäftsjahr 2023/2024 den Break-even auf Konzernebene zu erreichen.“

Zu Ende Februar 2022 ist das Sortiment von About You auf mehr als 500.000 Artikel von über 3.500 Marken gewachsen. Die Anzahl der aktiven Kunden erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 34,8 Prozent auf 11,4 Millionen. Die durchschnittliche Bestellhäufigkeit stieg im Vorjahresvergleich um 5,2 Prozent auf 2,9, während der durchschnittliche Bestellwert gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent auf 57,8 Euro wuchs.

Zudem hat About You seine internationale Präsenz weiter erhöht und mit Markteintritten in Griechenland, Portugal und Norwegen stark in die südeuropäischen und nordischen Märkte sowie in sein europäisches Vertriebsnetz investiert. Als Antwort auf die wachsende Nachfrage eröffnete About You 2021 ein zweites Distributionszentrum in der Slowakei und plant, sein Logistiknetzwerk bis 2023 um zwei weitere Zentren in Polen und Frankreich zu erweitern.