Das 2019 eröffnete Adidas-Gebäude in Herzogenaurach

Langsamere Erholung des China-Geschäfts als erwartet

Langsamere Erholung des China-Geschäfts als erwartet

Der Sportartikelhersteller Adidas rudert für das laufende Jahr weiter zurück. Wegen der langsamer als erwarteten Erholung des Geschäfts in China senkt das Unternehmen seine Prognose für 2022. So prognostiziert Adidas nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich für das Geschäftsjahr 2022. Bisher war man von einem Wachstum von 11 bis 13 Prozent ausgegangen. Beim Gewinn erwartet Adidas nur noch einen Wert von 1,3 Milliarden Euro statt 1,8 bis 1,9 Milliarden Euro.

In den anderen Märkten habe das Unternehmen bisher keine nennenswerte Verlangsamung des Durchverkaufs seiner Produkte oder signifikante Stornierungen von Großhandelsaufträgen verzeichnet. Trotzdem rechnet Adidas vor dem Hintergrund der schwierigeren gesamtwirtschaftlichen Bedingungen für das zweite Halbjahr 2022 auch eine potenzielle Verlangsamung der Konsumausgaben in diesen Märkten.

Trotz dieser negativen Vorzeichen erwartet adidas während der zweiten Jahreshälfte für das Gesamtunternehmen nach wie vor ein Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich. Basierend auf vorläufigen Zahlen stieg der Umsatz von Adidas im zweiten Quartal währungsbereinigt um 4 Prozent. Dies ist auf starke zweistellige Zuwächse in Nordamerika und Lateinamerika, Zuwächse im hohen einstelligen Prozentbereich in EMEA sowie die Rückkehr auf den Wachstumspfad in Asien-Pazifik zurückzuführen. In Euro nahm der Umsatz um 10 Prozent auf 5,596 Milliarden Euro zu.