Das 2019 eröffnete Adidas-Gebäude in Herzogenaurach

Abverkauf von „Yeezys“ vermeidet Verluste

Adidas hat im abgelaufenen Jahr wider Erwarten schwarze Zahlen geschrieben und den Umsatz gehalten. Das Betriebsergebnis habe nach vorläufigen Zahlen bei 268 (2022: 669) Millionen Euro gelegen, teilte der weltweit zweitgrößte Sportartikelkonzern mit. Vorstandschef Björn Gulden hatte zuletzt noch mit rund 100 Millionen Euro Verlust gerechnet.

Der Umsatz trat währungsbereinigt auf der Stelle, Adidas hatte aber einen Rückgang erwartet. In Euro gerechnet ging der Umsatz unter anderem wegen der Abwertung des argentinischen Peso um fünf Prozent – mehr als eine Milliarde – auf 21,4 Milliarden Euro zurück.

Grund dafür, dass der Konzern die Erwartungen übertroffen hat, ist neben einem starken vierten Quartal die Entscheidung, die restlichen Bestände an „Yeezy“-Schuhen aus der beendeten Partnerschaft mit dem umstrittenen Rapper Ye nur zu einem kleinen Teil abzuschreiben. Den Rest hofft Adidas, im laufenden Jahr noch zumindest kostendeckend für 250 Millionen Euro verkaufen zu können. Zwei Verkaufsaktionen hatten bereits 2023 einen Umsatz von 750 Millionen und einen operativen Gewinn von 300 Millionen Euro gebracht.

„Natürlich wissen wir, dass unsere Finanzergebnisse nicht gut sind“, sagte Gulden. „Aber wir sind dabei, Adidas wieder zu einem guten Unternehmen zu machen.“ Für das laufende Jahr stellte Adidas währungsbereinigt ein Umsatzplus von rund fünf Prozent und einen Betriebsgewinn von 500 Millionen Euro in Aussicht.