Frank Schuffelen, Vorstandsvorsitzender der ANWR Group

Zentralregulierung im Bereich Schuhe wächst um 27 Prozent

Zentralregulierung im Bereich Schuhe wächst um 27 Prozent

Die ANWR-Unternehmensgruppe hat das Geschäftsvolumen im Jahr 2022 um 9,6 Prozent auf 21,7 Milliarden Euro ausgebaut und setzt damit trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen das Wachstum der letzten Jahre fort.

Das Zentralregulierungsgeschäft verlief für die ANWR eigenen Verbundgruppen aus den Bereichen Schuhe, Sport und Lederwaren nach zwei Geschäftsjahren unter Pandemie-Bedingungen erfolgreich. Das abgerechnete Einkaufsvolumen für die eigenen Verbundgruppen ANWR, Garant, Rexor, Sport 2000, Goldkrone und der internationalen Verbünde lag mit 3,2 Milliarden Euro um 26,3 Prozent über dem Vorjahr und 10,1 Prozent über dem Niveau des Jahres 2019.

Der Bereich Schuhe schloss das Jahr mit 1,4 Milliarden Euro (plus 27,2 Prozent) ab. Der Bereich Sport kam auf knapp 1,7 Milliarden Euro und damit auf ein Plus von 23,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Abrechnungsvolumen des Bereichs Lederwaren wuchs sogar um knapp 53,8 Prozent auf 119 Millionen Euro.

Bankgestützte Zentralregulierung weiterhin stabiles Fundament

Eine positive Entwicklung zeigten auch die beiden Banken in der ANWR-Unternehmensgruppe – DZB Bank GmbH und Aktivbank AG. Die Zentralregulierung für Handelskooperationen, die nicht zur ANWR-Unternehmensgruppe gehören, entwickelte sich auch im Jahr 2022 positiv. Kooperationen aus den Branchen Baustoffe, Holz, Möbel, Kfz, Sanitär & Heizung, Spielzeug und Fahrrad verzeichneten ein zum Teil deutlich gestiegenes Geschäftsvolumen. Dies belief sich im Jahr 2022 auf 16,8 Milliarden Euro, ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 6,7 Prozent.

Auch DZB Payment, Lösungen für den bargeldlosen Zahlungsverkehr im stationären Handel und im E-Commerce sowie das Factoring entwickelten sich mit einem Volumen von 0,8 bzw. 0,9 Milliarden Euro jeweils positiv.

Das Geschäftsvolumen der gesamten Gruppe lag mit 21,7 Milliarden Euro um 9,6 Prozent über dem Vorjahreswert. „Unter den herausfordernden Rahmenbedingungen im abgelaufenen Jahr 2022 ist das eine bemerkenswerte Entwicklung“, so Frank Schuffelen, Vorstandsvorsitzender der ANWR Group. „Besonders hervorzugeben ist, dass nahezu alle der insgesamt 15 verschiedenen Branchen aus dem Bereich der Zentralregulierung Zuwachsraten erzielen konnten. Der hohe Diversifikationsgrad in verschiedene Branchen und Märkten ist die Basis für eine stabile Entwicklung der Unternehmensgruppe.“

Ausblick 2023 – volatile Rahmenbedingungen für den Handel

Auch das Jahr 2023 ist für die Branchen der ANWR-Unternehmensgruppe positiv gestartet. Die relevanten Parameter für das kommende Handelsjahr sind allerdings sehr volatil.

Ein wesentlicher Faktor ist die Entwicklung der Strom- und Gaspreise. Sollten die staatlichen Hilfen greifen und die Preise sich stabilisieren oder gar sinken, würde das das Konsumklima positiv beeinflussen. Aufgrund des milden Winters wird eine Gasmangellage wohl ausbleiben. Auch dies kann sich positiv auf die Konsumausgaben auswirken.

Darüber hinaus ist noch schwer vorherzusehen, wie sich die Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine bzw. die geopolitische Lage insgesamt entwickelt und welchen Einfluss dies auf die Verbraucherstimmung hat. Ebenso bleibt zu hoffen, dass sich die gerade entspannende Situation im Bereich der Lieferketten durch eine sich verschärfende Coronalage in China nicht wieder eintrübt.

Eine weitere Herausforderung ist die Vitalisierung der Innenstädte. „Die Beseitigung von Leerständen und die Steigerung der Attraktivität der Angebote sind die Aufgaben der Stunde für die Kommunen und sämtlicher beteiligter Partner“, betont Schuffelen.