Schuhkette soll in Eigenverwaltung saniert werden

Schuhkette soll in Eigenverwaltung saniert werden

Die KG Schuhkay GmbH & Co aus Hamburg, Betreiber der Schuhkette Schuhkay1882, hat Insolvent in Egenverwaltung beantragt. Dem hat das Amtsgericht Hamburg zugestimmt. Schuhkay1882 betreibt 20 Filialen in Norddeutschland. Das Filialunternehmen war erst im April von den Brüdern Thomas und Joachim Kay an die Berliner Goal Beteiligungsgesellschaft des Investors Steffen Liebich verkauft worden.

Die Goal Beteiligungsgesellschaft hatte erst im November die Schuhhaus Kay GmbH & Co KG übernommen, die ihrerseits 24 Filialen betreibt, und kurz zuvor ebenfalls Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt hatte. Auch dort war der bisherige Geschäftsführer Matthias Kay aus dem Unternehmen ausgeschieden. Die beiden Schuhketten Schuhkay sind zwei seit 75 Jahren unabhängige Filialunternehmen, die aber familiär verbunden waren. Steffen Liebich gehören auch die Schuhketten Leiser, Anika/Schuhhof und Schlatholt.

Schuhkay1882, das erst kürzlich einen Relaunch abgeschlossen hatte, um sich besser vom namensgleichen Schuhhaus Kay unterscheiden zu können, sei aufgrund der Einschränkungen wegen der Corona-Krise massiv negativ beeinflusst worden, teilte Steffen Liebich mit. „Die bisherigen intensiven Verhandlungen der Gesellschaft mit Geschäftspartnern zur Vereinbarung notwendiger Kostenanpassungen an die disruptive Martkveränderung waren nicht ausreichend, um die langfristig erwartete Verringerung der Umsatzleistung in den Filialflächen zu kompensieren und die nachhaltige finanzielle Handlungsfähigkeit der Gesellschaft abzusichern“, heißt es in einer Erklärung.

Nun soll das Unternehmen in Eigenverwaltung umfassend restrukturiert und saniert werden. Als Sachwalter wurde Peter-Alexander Borchardt, Hamburg, bestellt. Rechtsanwalt Hanning Wöhren wird die Gesellschaft im Sanierungsprozess bersten. Der Geschäftsbetrieb soll uneingeschränkt weiterlaufen.