Prozess: Louboutin gewinnt gegen Deichmann-Tochter

vom 08.02.2019

Niederländische Schuhkette Van Haren darf keine Schuhe mit roten Sohlen verkaufen

Das französische Luxus-Unternehmen Christian Louboutin hat einen langjährigen Rechtsstreit gegen die niederländische Deichmann-Tochter Van Haren gewonnen. Ein Gericht in Den Haag hat entschieden, dass Van Haren keine Schuhe mit roten Sohlen, dem Markenzeichen von Christian Louboutin, mehr verkaufen darf. Außerdem muss der niederländische Schuhhändler dem Pariser Unternehmen Louboutin einen nicht bezifferten Schadensersatz zahlen. Van Haren hatte die Schuhe der Eigenmarke Fifth Avenue by Halle Berry 2012 auf den Markt gebracht. Dies sei ein Verstoß gegen die Markenrechte des französischen Designers gewesen, so das Gericht.

Louboutin hat in der Vergangenheit eine Reihe von Rechtsstreitigkeiten über die roten Sohlen geführt. Zuletzt hatte ein Pariser Berufungsgericht im Mai 2018 die französische Schuhfirma Kesslord zu Schadenersatz verurteilt, nachdem sie Schuhe mit roten Sohlen verkauft hatte. 2012 hatte ein US-amerikanisches Gericht dem Louboutin-Rivalen Yves Saint Laurent verboten, Schuhe mit roten Laufsohlen zu verkaufen. Erst im Juni 2018 hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass die rote Sohle als Marke geschützt werden kann.