Italienische Schuhindustrie erholt sich im ersten Halbjahr weiter

Italienische Schuhindustrie erholt sich im ersten Halbjahr weiter

An der kommenden Ausgabe der Micam Milano, die zwischen dem 18. und 20. September auf der Messegelände Fieramilano in Rho stattfinden wird, werden 1.012 Marken, davon 54 Prozent aus Italien und 46 Prozent aus dem Ausland teilnehmen. Gegenüber der Frühjahrsveranstaltung bedeutet dies ein Plus von 23 Prozent. Zu den Neuzugängen und prestigeträchtigen Comebacks gehören Benetton, Cafè Noir, Guy Laroche, Liu Jo, North Sails, Renato Balestra oder Steve Madden.

Um Einkäufern bei der Auswahl der meistverkauften Schuhe der Saison zu helfen, hat die Micam in Zusammenarbeit mit der Plattform Livetrend einen datengesteuerten SS23-Trend-Guide entwickelt: Der digitale Leitfaden soll Besuchern helfen, die Trends der nächsten Saison zu entdecken und ihre Einkäufe zu optimieren. Grundlage ist eine innovative Plattform, die Millionen von Bildern und Informationen aus Instagram, E-Commerce und Modenschauen analysiert und mit speziellen Algorithmen für die Schuhindustrie übersetzt.

Die italienische Schuhindustrie erholt sich weiter und verzeichnete in der ersten Jahreshälfte ein Wachstum der Verkäufe (+14,5 %) und des Inlandsverbrauchs (+ 18,2 % wertmäßig), nach einer Gesamtwachstumsrate von +18,7 Prozent im Jahr 2021. Aber es gibt eine Reihe von Unbekannten, die sich am Horizont abzeichnen. „Die Industrie hat sich insgesamt deutlich erholt, aber hohe Energiekosten, Rohstoffkosten und die Folgen des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine (bei einem Wertrückgang der Exporte in die beiden Märkte um 46 Prozent seit Kriegsbeginn) gefährden das kurzfristige Wachstum“, so Giovanna Ceolini, Vorsitzende des Herstellerverbands Assocalzaturifici. Die Mitgliedsunternehmen seien mit den Verkäufen nach Nordamerika und in die wichtigste EU-Märkten zufrieden. Durch die Corna-bedingten Schließungen im Frühjahr hätten sich die Verkäufe nach China aber verlangsamt. „Während Designermarken sehr gut abschneiden, ist die Hälfte unserer Mitgliedsunternehmen noch nicht zu den Verkaufszahlen vor Covid zurückgekehrt“, so Ceolini.