Stationärer Modehandel verzeichnete erneut Umsatzeinbußen

Stationärer Modehandel verzeichnete erneut Umsatzeinbußen

Der Einzelhandel in Deutschland hat im Jahr 2021 nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) einen neuen Rekordumsatz erwirtschaftet. Demnach erzielte der Einzelhandel 2021 real (preisbereinigt) 0,9 Prozent sowie nominal (nicht preisbereinigt) 3,1 Prozent mehr Umsatz als im bislang umsatzstärksten Jahr 2020. Die Ergebnisse der Monate Januar bis November 2021 deuten allerdings darauf hin, dass Teile des stationären Einzelhandels, etwa der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren, auch im zweiten Jahr der Corona-Krise Umsatzeinbußen hinnehmen mussten. Die Schätzung des Jahresumsatzes 2021 basiert auf den vorliegenden Einzelhandelsumsätzen für die Monate Januar bis November 2021 und geschätzten Umsätzen im Dezember 2021.

Im November 2021 verzeichnete der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren ein Umsatzminus von 3,8 Prozent gegenüber Oktober 2021 und lag 6,2 Prozent unter dem Vorkrisenniveau.

Trotz Rabatt-Aktionen wie „Black Friday“ und „Cyber Monday“ im Weihnachtsgeschäft musste der Internet- und Versandhandel im November 2021 ein reales, kalender- und saisonbereinigtes Umsatzminus von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat hinnehmen. Die Umsätze liegen in dieser Branche mit einem Plus von 30,3 Prozent aber weiterhin deutlich über dem Niveau vom Februar 2020.