Kurzarbeit auf Konzernzentrale ausgedehnt

Kurzarbeit auf Konzernzentrale ausgedehnt

Der Kaufhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof wird seinen Vermietern von April bis Juni zunächst keine Miete mehr bezahlen. In einem Brief an die Immobilienbesitzer schreibt Finanzchef Miguel Müllenbach, „keine andere Wahl“ zu haben. Außerdem behalte man sich vor, die bereits gezahlte März-Miete und Nebenkosten mindestens zur Hälfte zurückzufordern. „Da Sie uns Flächen … vermietet haben, ein solcher Betrieb jedoch derzeit nicht möglich ist, gewähren Sie uns den Gebrauch der Mietsache nicht“, begründet der Kaufhauskonzern den Schritt. Laut Medienberichten würden auch Lieferanten nicht mehr oder nur sehr zeitverzögert bezahlt.

Nach den fast 27.000 Beschäftigten der Filialen, die sich seit dem 18. März, dem Tag der Ladenschließungen, in Kurzarbeit befinden, werden auch die rund 1.300 Mitarbeiter der Zentrale in Kurzarbeit geschickt. Um über die Runden zu kommen, hat der Konzern Staatshilfe beantragt. Denn pro Woche verliere das Unternehmen rund 80 Millionen Euro an Umsatz, heißt es.