Dramatische Umsatzrückgänge in den Corona-Gebieten

Dramatische Umsatzrückgänge in den Corona-Gebieten

Geox wird in den nächsten drei Jahren achtzig Geschäfte schließen, davon fünfzig in Europa. Die italienische Schuhmarke gab dies bei der Präsentation der Jahreszahlen bekannt.

Im vergangenen Jahr musste Geox einen Verlust von fast 25 Millionen Euro hinnehmen, verglichen mit 5,3 Millionen im Jahr zuvor. Der Umsatz verringerte sich um 2,6 Prozent auf fast 806 Millionen Euro. Die Ergebnisse wurden durch einmalige Kosten belastet, die hauptsächlich mit der Entscheidung zusammenhängen, ab diesem Jahr 80 unrentable Geschäfte auslaufen zu lassen. Dazu gehören neben Filialen in Europa auch Standorte in Nordamerika, Japan, Hongkong, Macau und China. Geox wird künftig nur noch zwei Geschäfte in den USA betreiben.

Geox hatte Ende letzten Jahres 974 Geschäfte, davon 454 eigene. Ein Jahr zuvor waren es noch 1015. Die Geschäfte machen 55 Prozent des Umsatzes aus, der Rest kommt aus dem Großhandel. 72 Prozent des Umsatzes wurde außerhalb Italiens erzielt.

Nach einem guten Start ins neue Jahr wirkte sich der Ausbruch des Coronavirus negativ aufs Geschäft aus. In China und im asiatisch-pazifischen Raum gingen die Umsätze ab Ende Januar zurück, in Italien und in geringerem Maße im übrigen Europa ab der zweiten Februarhälfe. Der flächenbereinigte Umsatz in China lag nach neun Wochen um 50 Prozent unter dem Vorjahr, in Italien betrug das Umsatzminus in der neunten Woche 44 Prozent.