Kleine Geschäfte in nicht so großen Städten schnitten besser ab als Vollsortimenter in 1a-Lagen

Kleine Geschäfte in nicht so großen Städten schnitten besser ab als Vollsortimenter in 1a-Lagen

Die Fachhandelskunden der Kölner GMS Verbund GmbH haben im Zeitraum von Januar bis September einen Umsatzrückgang von 6,4 Prozent erwirtschaftet. Dies sei besser als der Durchschnitt der Branche, teilte die Verbundgruppe mit, die ihrem Vergleich eine Umfrage unter ihren Kunden zur Umsatzsituation zu Grunde legt. Als Ursache für das insgesamt bessere Abschneiden der GMS-Kunden sieht der Verbund „den hohen Spezialisierungsgrad sowie die enge Kundenbindung“ seiner überwiegend inhabergeführten Fachhändler.

Die Krise habe die Unternehmen dabei sehr unterschiedlich getroffen. Je nach Standort, Sortiment und Spezialisierungsgrad habe sich gezeigt, dass kleine Geschäfte in den nicht ganz so großen Städten deutlich weniger betroffen sind als 1a-Lagen in den Shopping-Metropolen und spezialisierte Fachhändler weniger Einbußen hatten als Vollsortimenter.

Im spezialisierten modischen Fachhandel liegt der aufgelaufene Umsatz bei minus 7 Prozent. Größere Einbußen hatten ländliche und stadtnahe Vollsortimenter mit einem Umsatzminus von zusammen durchschnittlich 15,9 Prozent. Auch das Komfortschuhsegment verzeichnete einen Rückgang des aufgelaufenen Umsatzes von 9,6 Prozent zum Vorjahr. Stärker betroffen ist die Gruppe der innerstädtischen Geschäfte und Fachmärkte mit einem Minus von 26,5 Prozent.

Kinderschuhfachhandel nicht betroffen

Mit einem Plus von 1,7 Prozent zeigt sich der Kinderschuhfachhandel vom Lockdown gänzlich unberührt. Die Kundschaft bleibt dem einzelnen Kinderschuhfachgeschäft nach wie vor in hohem Maße treu. Neben kreativen Verkaufs-Lösungen während der Zeit der Schließung, zeigte sich nach Wiedereröffnung der Geschäfte ein starker Nachholbedarf, da viele Kinder ihren alten Schuhen entwachsen waren.

Der Sportbereich, insbesondere im Vollsortiment und im Teamsport, musste mit 29 Prozent die deutlichsten Rückgänge hinnehmen. Derweil konnten Running-Händler Umsatzzuwächse von bis zu 13,5 Prozent vermelden, da gerade seit der Zeit des Lockdowns und zeitweilig geschlossenen Fitnessstudios das Laufen einen neuen Boom erlebte.