Intersport-Chef Dr. Alexander von Preen

Sporthändler Siebzehnrübl will Läden doch nicht öffnen

Sporthändler Siebzehnrübl will Läden doch nicht öffnen

Die Intersport-Gruppe hat die inzwischen wieder zurückgenommene Ankündigung ihres Mitglieds Udo Siebzehnrübl, seine Sportgeschäfte trotz der Verlängerung des Lockdowns bereits am 11. Januar wieder öffnen zu wollen, verurteilt. Der Intersport-Händler hatte vor, nächsten Montag seine Läden in Rosenheim und Altötting zu öffnen, um auf die Notlage des Einzelhandels aufmerksam zu machen. Inzwischen trat er von seiner Ankündigung zurück. Die rechte Szene habe die Aktion für ihre Zwecke ausgenutzt, sagte Siebzehnrübl dem Bayerischen Rundfunk. „In dieses Fahrwasser soll Intersport nicht gezogen werden, da ist eine Grenze für mich erreicht.“

„Hier geht es um gesellschaftliche Verantwortung und die haben wir alle zu tragen“, sagte Intersport-CEO Dr. Alexander von Preen, der sich auch im Namen des Aufsichtsrats und seiner Vorstandskollegen von dem Vorhaben Siebzehnrübls distanzierte. Auch der gesamte Intersport-Verbund mit seinen rund 1.500 Sportfachgeschäften werde durch die mit dem Lockdown verbundenen wirtschaftlichen Konsequenzen vor große Herausforderungen gestellt. Dennoch trage die Gruppe die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.

„Unsere Aufgabe ist jetzt, im Intersport-Verbund sowie im Schulterschluss mit anderen Verbänden die Politik auf die prekäre Situation im Sporteinzelhandel aufmerksam zu machen und unsere Online-Aktivitäten weiter auszubauen“, ergänzte von Preen.