Größtes Sporthaus Nordbayerns will sich über ein Insolvenzverfahren sanieren

Größtes Sporthaus Nordbayerns will sich über ein Insolvenzverfahren sanieren

Wegen der Corona-Krise und des damit verbundenen Lockdowns hat Intersport Eisert in Erlangen Insolvenz angemeldet. Das Sporthaus gehört mit einer Verkaufsfläche von rund 2.700 Quadratmetern und rund 80 Arbeitnehmern zu den führenden Sportartikel-Fachgeschäften in Nordbayern. Das Unternehmen feierte im vergangenen Jahr sein 100-jähriges Bestehen und befindet sich seit seiner Gründung in Familienbesitz, mittlerweile in der vierten Generation.

Die Türen von Intersport Eisert bleiben auch nach dem Insolvenzantrag für die Kunden geöffnet. Der Verkaufsbetrieb wird zu den gewohnten Öffnungszeiten und mit dem vollen Sortiment fortgesetzt. Auch der Online-Shop www.intersport-eisert.de bleibt unverändert in Betrieb. Dies teilte der vom zuständigen Insolvenzgericht in Fürth bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Volker Böhm von der Kanzlei Schultze & Braun heute mit.

In den kommenden Wochen will Böhm die zur Verfügung stehenden Sanierungswege prüfen. „Intersport Eisert ist ein gut eingeführtes Fachgeschäft in erster Lage und mit hohem Bekanntheitsgrad“, sagte Böhm. „Zudem verfolgt das Unternehmen mit seinem Online-Shop bereits einen modernen Multi-Channel-Ansatz. Das Insolvenzverfahren bietet Intersport Eisert nun eine Reihe bewährter Sanierungsinstrumente und damit eine Chance für das Fortbestehen des Geschäftsbetriebs.“

„Intersport Eisert konnte die hohen Verluste infolge der wochenlangen, Corona-bedingten Zwangsschließung nicht länger tragen“, ergänzte Geschäftsführer Christian Bier. „Wir möchten nun das Insolvenzverfahren nutzen, um unser Traditionshaus und unser Angebot für unsere Kunden hier am Standort Erlangen zu erhalten.“

Schon vor der Corona-Krise befand sich der stationäre Sportartikel-Fachhandel in einem harten Preiskampf mit der Online-Konkurrenz. In der Folge mussten in den vergangenen Jahren zahlreiche Fachgeschäfte schließen.