Assocalzaturifici-Präsidentin Giovanna Ceolini

Kostensteigerungen wirkten sich auf Gewinnmargen aus

Italiens Schuhindustrie kommt nicht von der Stelle. Im Gegenteil: „Nach einem sehr positiven Start endete das Jahr 2023 mit einem Abwärtstrend“, so Giovanna Ceolini, Vorsitzende des Herstellerverbands Assocalzaturifici. Der italienische Schuhsektor wuchs in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 zwar moderat und verzeichnete im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Anstieg sowohl des Umsatzes (+3 Prozent) als auch der wertmäßigen Exporte (+3,2 Prozent). Allerdings hätten sich deutliche Kostensteigerungen auf die Gewinnmargen der Unternehmen ausgewirkt, bedauert Ceolini.

Nach einem Aufschwung in den beiden Vorjahren sank die Zahl der ins Ausland verkauften Paare um 8,7 Prozent. Auch auf dem italienischen Markt wurden 3,1 Prozent weniger Schuhe verkauft. Der Abschwung begann bereits im Frühjahr und wurde im dritten Quartal noch deutlicher. Der italienische Schuhverband führt diesen Trend auf die Unsicherheit durch „schwierige internationale geopolitische Szenarien wie den Krieg zwischen Russland und der Ukraine, die Ereignisse im Nahen Osten mit der realen Gefahr einer Ausweitung des Konflikts sowie die Schwäche der Wirtschaft in mehreren wichtigen Regionen der Welt zurück.

Von den wichtigsten Auslandsmärkten schnitt die EU trotz eines Volumenrückgangs von 6,1 Prozent mit einem Umsatzplus von 8,5 Prozent noch am besten ab. Nicht-EU-Ziele verzeichneten mengenmäßig einen Rückgang von 13,4 Prozent und ein Umsatzminus von 1,2 Prozent. Die Ausfuhren nach Deutschland reduzierten sich um 16,6 Prozent, blieben wertmäßig aber stabil. Die Zahl der in der Schuhproduktion aktiven Unternehmen ging um 148 oder 3,9 Prozent zurück.