Schuhindustrie verzeichnet Umsatzrückgang von fast 40 Prozent

Schuhindustrie verzeichnet Umsatzrückgang von fast 40 Prozent

Die Schuhindustrie in Italien verzeichnete im ersten Quartal 2020 einen durchschnittlichen Umsatzrückgang von 38,4 Prozent. Die Gesamtverluste dürften bei 1,7 Milliarden Euro liegen, schätzt der Schuhherstellerverband Assocalzaturifici. Die Zahlen basieren auf einer Umfrage des Italienischen Verbands für Textilien, Mode und Accessoires (Confindustria Moda).

60 Prozent der befragten Schuhunternehmen meldeten im ersten Quartal einen Umsatzrückgang von 20 bis 50 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2019, weitere 20 Prozent verzeichneten sogar einen Umsatzrückgang von mehr als 50 Prozent. Auch die Bestellungen gingen stark zurück: 46 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, im ersten Quartal dieses Jahres 20 bis 50 weniger Aufträge erhalten zu haben, bei 37 Prozent wurde das Auftragsportfolio um mehr als 50 Prozent gekürzt. Der durchschnittliche Auftragsrückgang betrug 46,2 Prozent.

„Der Lockdown hat erhebliche Auswirkungen auf den Sektor“, erkläre der Assocalzaturifici-Vorsitzende Siro Badon. „Im Gegensatz zur Textilindustrie können wir unsere Produktionslinien nicht umrüsten und haben daher einen stärkeren Rückgang bei Umsatz und Aufträgen verzeichnet als andere Unternehmen der Modebranche. Wir brauchen mutige strukturelle Maßnahmen der Regierung zur Regulierung von Krediten, Steuern und Unterstützung bei den Exporten.“