Adidas-Flagship-Store in Shanghai

Sportanbieter büßt im ersten Quartal drei Prozent Umsatz ein

Sportanbieter büßt im ersten Quartal drei Prozent Umsatz ein

Der Sportartikelanbieter Adidas hat im ersten Quartal ein währungsbereinigtes Minus von drei Prozent hinnehmen müssen. In Euro legte der Umsatz um ein Prozent auf 5,302 Milliarden Euro zu. Während das Unternehmen im ersten Quartal 2022 weiterhin eine starke Nachfrage in allen westlichen Märkten verzeichnete, schmälerten Engpässe in der Lieferkette aufgrund der Lockdowns in Vietnam im Vorjahr das Wachstum um rund 400 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Zudem hätten sich „das herausfordernde Marktumfeld sowie die Corona-Lockdowns in China und Asien-Pazifik weiterhin negativ auf die Umsatzentwicklung in diesen Regionen“ ausgewirkt.

China erlebe derzeit den schlimmsten Corona-Ausbruch seit Beginn der Pandemie, berichtet Vorstandschef Kasper Rorsted. 45 große Städte befänden sich aktuell im Lockdown, in denen sonst 40 Prozent des chinesischen Sozialprodukts erwirtschaftet würden. Der radikale Lockdown gefährdet nicht nur die Lieferketten von Unternehmen auf der ganzen Welt. Wie Adidas nun erlebt, ist die chinesische Null-Covid-Strategie auch miserabel für das Geschäft von Konzernen, die dort ihre Ware verkaufen wollen. Adidas machte im Reich der Mitte im letzten Jahr fast 22 Prozent seines Umsatzes. Nun ist dieser Markt dramatisch eingebrochen, die China-Umsätze der Franken stürzten im ersten Quartal um 35 Prozent etwa eine Milliarde Euro ab.

In ihren westlichen Märkten konnten die Herzogenauracher hingegen um 13 Prozent wachsen und gegenüber dem Wettbewerb an Marktanteil gewinnen. Vor allem in Südamerika (plus 38 Prozent Umsatz) und Nordamerika (plus 13 Prozent) lief es gut. Und das werde auch so weitergehen, versprach Rorsted: „Mit starken zweistelligen Umsatzzuwächsen im Großteil unserer Märkte, die mehr als 80 Prozent unseres Geschäfts ausmachen, sind für ein erfolgreiches Jahr 2022 gut aufgestellt.“

Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen brach von 502 auf 310 Millionen Euro ein. Die Umsatz- und Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr wurden gedämpft und sollen sich nun am unteren Ende des bisher genannten Prognosekorridors bewegen.

In Anbetracht der Lieferengpässe setzte das Unternehmen im ersten Quartal weiter auf den eigenen DTC-Vertriebskanal. Infolgedessen legte der Umsatz im DTC-Vertriebskanal im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent zu. Nach Kategorien betrachtet war die Umsatzentwicklung in den Kategorien Fußball und Outdoor am stärksten; beide verzeichneten starke zweistellige Zuwächse. Darüber hinaus stieg der Umsatz bei Running im hohen einstelligen Bereich.