Deutsche Tochter des belgischen Express-Servicespezialisten betreibt 150 Filialen

Deutsche Tochter des belgischen Express-Servicespezialisten betreibt 150 Filialen

Die deutsche Tochter des belgischen Express-Servicespezialisten Mister Minit hat nach Informationen der WirtschaftsWoche für sein deutsches Filialgeschäft Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Die Minit Service GmbH betreibt rund 150 Filialen in Deutschland und beschäftigt etwa 400 Mitarbeiter. Außerdem werden 50 Shops von selbständigen Franchise-Partnern betrieben.

Zum vorläufigen Sachwalter bestellte das Amtsgericht Düsseldorf den Sanierungs- und Insolvenzexperten Gregor Bräuer von der Wirtschaftskanzlei hww. Zudem wird die Geschäftsführung von Mister Minit von Christoph Enkler von der Sanierungskanzlei Brinkmann und Partner unterstützt.

In den vergangenen Wochen musste das Unternehmen wegen der Coronakrise zahlreiche Filialen schließen. Aber auch zuvor schon schrieb Mister Minit in Deutschland rote Zahlen. So habe das Unternehmen im Geschäftsjahr 2018/19 bei einem Umsatz von 22,3 Millionen Euro einen Fehlbetrag von 4,2 Millionen Euro ausgewiesen, schreibt die WirtschaftsWoche. „Vor allem der Bereich der Schuh-Reparatur entwickelt sich im Gesamt-Markt weiterhin rückläufig“, heißt es in der Bilanz. Dies wird zurückgeführt auf den Trend zu günstigen Schuhen und Sneakern, die häufig nicht mehr repariert würden. Positiv entwickelt hätten sich die Bereiche Uhren- und Schlüsselservice sowie Sicherheitstechnik

Der im Jahr 1957 in Belgien gegründete Absatzreparaturservice ist nach eigenen Angaben europaweiter Marktführer im Bereich der Expressdienste und betreibt nach früheren Angaben mehr als 900 Filialen in 14 Ländern.