Nächste Veranstaltung soll im Sommer 2021 stattfinden Aufgrund der zunehmenden

Nächste Veranstaltung soll im Sommer 2021 stattfinden

Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus und auf Basis der Empfehlung der Bayerischen Staatsregierung sowie der zuständigen Gesundheitsbehörden hat die Messe München die für den 28. Juni bis 1. Juli geplante OutDoor by Ispo 2020 abgesagt. Die nächste OutDoor soll nun im Sommer 2021 stattfinden.

„Unter den gegebenen Umständen ist es für unsere Kunden nicht vertretbar, die OutDoor by Ispo stattfinden zu lassen – aus gesundheitlichen wie wirtschaftlichen Aspekten“, sagt Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München und verantwortlich für die OutDoor by Ispo. Die Entscheidung sei in enger Abstimmung mit der European Outdoor Group (EOG) und den Ausstellern getroffen worden.

„Die Corona-Pandemie stellt die Outdoorbranche vor bis dato unbekannte Herausforderungen“, so Mark Held, Präsident der EOG. „Wir sind zu der Entscheidung gelangt, dass eine Absage der OutDoor by Ispo 2020 in den Unternehmen wertvolle Ressourcen frei macht, die diese nutzen können, um Mitarbeiter, Einzelhändler und weitere Stakeholder entlang der Lieferkette zu unterstützen. Je mehr wir jetzt tun, um alle Beteiligten zu schützen, desto besser werden wir nach dieser Krise aufgestellt sein.“

Über die Fortführung der Formate Ispo Digitize Summit, Textrends und Outstanding Outdoor wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Tobias Gröber und Markus Hefter nach der Absage der OutDoor by Ispo

Tobias Gröber, Geschäftsbereichsleiter Konsumgüter bei der Messe München, und Markus Hefter, der Projektleiter der OutDoor by ISPO, erzählen, wie schwer ihnen diese Entscheidung gefallen ist. Sie verraten aber auch, was sie zuversichtlich in die Zukunft blicken lässt und wie sie jetzt die nächsten Schritte planen.

Tobias Gröber, Markus Hefter, wie geht es Ihnen nach der Absage?
Tobias Gröber: Ehrlich gesagt, war es eine der Entscheidungen in meinem beruflichen Leben, die mich am meisten mitgenommen hat. Die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter und unserer Kunden stand und steht immer an erster Stelle, von daher mussten wir natürlich handeln. Und natürlich war es uns wichtig, zum jetzigen Zeitpunkt Klarheit für Aussteller, Besucher und Partner zu schaffen.

Markus Hefter: Mir geht es wie Tobi. Wir haben so viel Feedback aus der Branche zur ersten OutDoor eingesammelt, wollten so vieles noch besser machen und dann mussten wir jetzt schweren Herzen absagen. Denn der Fokus liegt jetzt wirklich ganz woanders.

Wie meinen Sie das?
Hefter: Die Corona-Pandemie hat vieles relativiert und zeigt uns, was wirklich wichtig ist. Wenn wir beispielsweise auf unsere Partner und die vielen Outdoorfirmen aus beispielsweise Italien, Spanien, U.K. oder anderen Ländern blicken, dann geht es zunächst um Gesundheit und dann um das grundsätzliche wirtschaftliche Überleben. Die Unterstützung von Händlern, Herstellern und Supply-Chain-Partnern hat dieses Jahr oberste Priorität um hier – wenn möglich – die Folgen der Krise zumindest etwas abzumildern. Auch wir werden hier ansetzen und gemeinsam mit der European Outdoor Group an der Seite der Outdoor Community zu stehen.

Gibt es dafür schon Pläne? Was heißt das konkret?
Gröber: Wir sind natürlich in engem Austausch mit der Industrie und den Handelsverbänden. Denn, Markus hat es bereits gesagt, es ist eine Outdoor Community und nicht nur irgendeine Branche. Das Ispo-Team und unsere Partner von der EOG fragen derzeit ab, wie wir Ausstellern, Zulieferern und Händlern jetzt wirklich helfen können. Geht es um Erfahrungs-, oder Wissensaustausch, geht es um branchenweite Bündnisse, im Wettstreit mit anderen Industrien, sind Absprachen mit dem Handel jetzt am wichtigsten, oder gibt es was ganz anderes, was jetzt für die Outdoorbranche im Mittelpunkt steht? Daher bieten wir allen Partnern aus Industrie und Handel an, dass sie mit ihren Fragen, Vorschlägen und Ideen für Zusammenarbeit auf uns zukommen.

Hefter: Wir arbeiten bereits jetzt an übergreifenden Kooperationen und neuen Formaten, die alle Branchenteilnehmer bestmöglich durch die schwierige Zeit führen werden. Dafür benötigen wir aktuell noch etwas Zeit und werden das natürlich schnellstmöglich bekanntgegeben. Wir haben ein weitreichendes Netzwerk und sind überzeugt, dass wir als reichweitenstarke analoge und digitale Plattform, allen Marktteilnehmern ein guter Partner sein können.

Gröber: Auch wenn wir uns in den nächsten Monaten nicht persönlich sehen, bleiben wir mit unseren Partnern, Kunden und Besuchern in Kontakt. Die Corona-Krise ist eine Zäsur, dennoch zeigt sie schon jetzt, wie wertvoll persönliche Verbindungen sind. Wir freuen uns schon sehr darauf, wenn wir alle wieder persönlich treffen können. Und daran arbeiten wir jetzt jeden Tag weiter.

Woher nehmen Sie die Motivation für Ihren stetigen Antrieb?
Gröber: Natürlich wird die Outdoor- und Sportbranche verändert aus der Krise herauskommen. Aber wir alle sind davon überzeugt, dass Aktivitäten im Freien und Sport noch wichtiger werden. Gerade jetzt zeigt sich, wie wertvoll es ist draußen zu sein. Gesundheit war und ist heute mehr denn je ein wichtiges Gut. Die Outdoor- und Sportbranche kann einen der besten Beiträge überhaupt leisten, um Menschen dabei zu unterstützen, gesund und fit zu bleiben.