Online-Umfrage unter rund 190 SABU-Händlern zur kommenden Orderrunde

Online-Umfrage unter rund 190 SABU-Händlern zur kommenden Orderrunde

Physische statt digitale Order – das jedenfalls wünscht sich die überwiegende Mehrheit der SABU-Händler, wenn demnächst die neue Ordersaison für Frühjahr/Sommer 2021 startet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage der SABU Schuh & Marketing GmbH unter ihren Mitgliedern zu deren Erwartungen und Anforderungen an ihre Lieferanten. Dabei wurden vierzehn qualitative Kriterien vorgegeben, die mit „sehr wichtig“, „wichtig“ und „weniger wichtig“ gewichtet werden konnten. Rund 190 Händler nahmen an der Umfrage teil.

Die wohl wichtigste und auch wenig erstaunliche Erkenntnis aus der Befragung: Für die SABU-Anschlusshäuser steht mit über 70 Prozent an erster Stelle die „physische Ordermöglichkeit“, also das haptische Begutachten der Ware, unabhängig davon, ob bei Messen, im Ordercenter oder bei Vertreterbesuchen.

Dass der Schuhhandel plant, die jetzt zu platzierende Vororder zu reduzieren, ist aufgrund der vorhandenen Lagerbestände vor allem an Übergangsware nicht überraschend. Deshalb nimmt der Punkt „Minimierte Vororder mit flexiblen Nachorderterminen“ mit erreichten 68 Prozet der Nennungen den zweiten Platz ein. In diese Thematik spielt auch Platz drei der Befragung: ein „gutes Angebot an Sofortprogrammen während der Saison“ mit 57 Prozent der Antworten. Denn in unsicheren Zeiten ist vor allem Flexibilität ein Top-Kriterium bei der Lieferantenauswahl. Um eine relative Risikoverteilung zwischen Handel und Industrie zu gewährleisten, wird die Hauptaufgabe bei der Disposition ein vernünftiges Verhältnis zwischen Vor- und Nachorder sein.

Aufgrund der negativen Folgen des Shut Down, mit denen der Handel auch 2021 noch kämpfen wird, liegt der Wunsch nach dem Einräumen einer Valuta sowie höheren Rabatten mit 56,7 bzw. 55,4 Prozent annähernd gleichauf auf dem vierten und dem fünften Platz.

„Die Ergebnisse unserer Umfrage haben uns nur teilweise überrascht“, SABU-Geschäftsführer Stephan Krug. „Dazu gehört unter anderem das schlechte Abschneiden digitaler Ordermöglichkeiten und Showrooms auf den mit Abstand letzten beiden Plätzen. Der Schuh an sich ist nun mal ein Produkt, das hinsichtlich Qualität und Passform schwierig ausschließlich aufgrund von Abbildungen her zu beurteilen ist. Das bestärkt uns darin, auch weiterhin unseren Mitgliedern physische Messen und Ausstellungen anzubieten und parallel dazu die digitalen Ordermöglichkeiten weiter voranzutreiben.