Geschäftsbetrieb des Sportartikelhändlers soll weitergeführt werden

Geschäftsbetrieb des Sportartikelhändlers soll weitergeführt werden

Die Planet Sports GmbH aus München hat am 20. Februar beim Amtsgericht München Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Rechtsanwalt Axel Bierbach von der Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen, München, wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der Geschäftsbetrieb des Sportartikelhändlers soll in vollem Umfang weitergeführt werden, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter mit. Die Löhne und Gehälter der rund 250 Mitarbeiter seien über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit bis einschließlich April gesichert.

„Wir werden in den nächsten Wochen alle uns zur Verfügung stehenden Optionen mit dem Ziel prüfen, das Unternehmen zu sanieren und für die Zukunft neu aufzustellen“, kündigte Bierbach an. Dazu zählten Kosteneinsparungen ebenso wie weitere Maßnahmen zur Restrukturierung. Gespräche mit möglichen Investoren seien schon weit fortgeschritten.

Planet Sports gehört zur 21sportsgroup GmbH, die den Sporthändler 2015 von der insolventen Puccini Germany GmbH übernommen hatte. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei rund 75 Millionen Euro. Planet Sports betreibt aktuell zehn Filialen in Berlin, Hamburg, Köln, Dresden, Heidelberg, Karlsruhe, Krefeld, Mannheim, München und Nürnberg, sowie einen Online-Store, mit dem etwa 80 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet werden.