Sportartikelhersteller hofft auf sportliche Großereignisse in diesem Jahr

Sportartikelhersteller hofft auf sportliche Großereignisse in diesem Jahr

Die Corona-Krise hatte Puma die Umsätze im vergangenen Jahr verhagelt. Der Umsatz sank 2020 währungsbereinigt um 1,4 Prozent auf 5,234 Milliarden Euro. Der Gewinn reduzierte sich von 264,4 Millionen auf 78,9 Millionen Euro. „Das zweite Quartal hat alles kaputt gemacht“, sagte Vorstandschef Bjørn Gulden. Im April vergangenen Jahres brach der Umsatz aufgrund des ersten Lockdowns um 55 Prozent ein. Damals seien, so Gulden, 85 Prozent des gesamten weltweiten Sport- und Modegeschäfts lahmgelegt gewesen.

Nun hofft der fränkische Sportartikelhersteller auf ein besseres Jahr 2021. Vor allem Großereignisse wie die Olympischen Spiele und die Fußball-EM geben Anlass zu Optimismus. Auf der Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens prognostizierte Gulden ein Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent. Für optimistischere Prognosen sei die Unsicherheit noch zu groß. Aktuell sind in Europa 50 Prozent der Geschäfte, die Puma im Sortiment haben, geschlossen

„2020 war definitiv das schwierigste Jahr, dass ich je miterlebt habe“, sagte der ehemalige Fußball-Profi. „Die Covid-19-Pandemie hat uns mit einer nie zuvor da gewesenen Situation konfrontiert.“ Allein 900 der weltweit 16.000 Mitarbeiter hätten sich mit dem Corona-Erreger infiziert.

Zum Aufschwung beitragen sollen neue Kooperationen, unter anderem mit dem Fußballer Neymar Jr., Basketballer LaMelo Ball, Leichtathletin Gesa Krause und Sängerin Dua Lipa. Verstärkt will Puma künftig auf die weibliche Kundschaft setzen und die Sparten Yoga, Laufen und Fitness ausbauen.