Bleyer-Tanzschuhe gibt es nun von Rass.

Anbieter von Spezialsportschuhen erweitert sein Sortiment

Anbieter von Spezialsportschuhen erweitert sein Sortiment

Die Firma Rass Sportschuhe hat die Markenrechte des Herforder Spezialschuh-Herstellers Bleyer übernommen. Der Geschäftsbetrieb der Bleyer GmbH & Co. KG wurde Ende April 2022 eingestellt, nachdem das Unternehmen ein Jahr zuvor einen Insolvenzantrag gestellt hatte. Einen Investor hatte Insolvenzverwalter Frank Schorisch von der Pluta Rechtsanwalts GmbH nicht finden können.

Durch die Corona-Pandemie und die Absage aller relevanten Sport- und Tanzveranstaltungen seien die Umsätze des gesamten Marktsegments für hochwertige Spezialschuhe im Profi- und Freizeitsportbereich stark eingebrochen, heißt es damals zur Begründung der Insolvenz.

Bleyer beschäftigte sich mit der Herstellung von Spezialsportschuhen und war laut Homepage führend in den Disziplinen rhythmische Sportgymnastik, Kunstradfahren, Voltigieren, Sportakrobatik, Rock’n’Roll, Boogie Woogie, Spitzenballett und Balletttraining. Einen Großteil dieses Angebots will künftig auch die Firma Rass anbieten, wir Geschäftsführer Tom Raß gegenüber SHOEZ erklärte. Erste Produkte unter dem Markennamen Bleyer werden schon angeboten. Bis aber alle Gruppe im Sortiment sind, müssten noch Kapazitäten aufgebaut werden. „Wahrscheinlich werden wir die Kollektion auch etwas ausdünnen müssen“, so Raß.

Rass Sportschuhe ist besonders für seine Skisprungschuhe bekannt, mit denen man, ebenso wie bei Rodelschuhen, nach eigenen Angaben Marktführer mit einem Anteil von fast 100 Prozent ist. Außerdem produziert das Unternehmen am Standort Schönheide im sächsischen Erzgebirgskreis mit 23 Mitarbeitern Fußballschuhe, Hallensportschuhe, Freizeitschuhe, Wärmestiefel für den Winter, Gardestiefel, Jazz-Dance-Schuhe, Rock´n´Roll-Tanzschuhe und Boogie-Woogie-Tanzschuhe.

Rass produzierte schon in der Vergangenheit Schuhe für Bleyer, das seine Wurzeln ebenfalls im Erzgebirge hatte und erst nach dem Zweiten Weltkrieg nach Herford übersiedelte. Der Standort in Herford wurde inzwischen aufgelöst, eine Mitarbeiterin wurde übernommen.