SABU-Chef Stephan Krug

Begründung für Beendigung der ZR-Verträge „nur vorgeschoben“

Begründung für Beendigung der ZR-Verträge „nur vorgeschoben“

Stephan Krug, Geschäftsführer der SABU Schuh & Marketing GmbH, hat die Kündigung der Zentralregulierungsverträge mit den deutschen Verbundgruppen durch die Firma Birkenstock zum Jahresende kritisiert. Der Schuhhersteller hatte den Handelsverbänden vorgeworfen, „nicht entschieden gegen Kopisten und deren Vertriebskanäle“ vorzugehen. Krug hält diese Begründung nur für vorgeschoben. „Wir bedauern diesen Schritt sehr, können die Gründe dafür jedoch inhaltlich nicht nachvollziehen. Die Marke ist seit einigen Jahren – auch getrieben durch die Händler der Verbundgruppen – im Aufwind und hat zuletzt von der Corona-Pandemie deutlich mehr profitiert als andere Schuhhersteller“, so Krug.

Momentan müsse man davon ausgehen, dass die Birkenstock-Lieferungen an die SABU-Anschlussfirmen ab dem 1. Januar 2021 nicht mehr im Rahmen der Zentralregulierung erfolgen kann. „Für die uns angeschlossenen Händler bedeutet dies, dass sie für diese Wareneinkäufe keine zusätzlichen Einkaufskonditionen von unserer Seite mehr erhalten können“, bedauert der SABU-Chef. „Wir haben den SABU-Händlern empfohlen, ihren jeweiligen Außendienstmitarbeiter konkret auf diesen Sachverhalt und die entstehenden Konditionsnachteile anzusprechen und sich um einen entsprechenden Ausgleich zu bemühen.“

Die Einstellung der Geschäftsbeziehung mit den Verbundgruppen sei ein Schlag gegen alle Mitglieder der Gemeinschaft und den mittelständischen Schuhhandel insgesamt. „Dies zu einem Zeitpunkt, an welchem Solidarität und Zusammenstehen wichtiger ist denn je“, so Krug. Die SABU Schuh & Marketing sei jederzeit zu Gesprächen zur Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen von Birkenstock bereit. Krug betont aber: „Nicht zu jedem Preis.“