Corona-Pandemie verursacht hohe Umsatzrückgänge Die Corona-Pandemie hat den Aufwärtstrend der

Corona-Pandemie verursacht hohe Umsatzrückgänge

Die Corona-Pandemie hat den Aufwärtstrend der letzten Jahre in der deutschen Schuhindustrie beendet. Nach einem verheißungsvollen Jahresbeginn hat die weltweite Schließung von stationären Geschäften die Umsätze der Industrie im ersten Halbjahr 2020 einbrechen lassen, sagte Manfred Junkert, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Schuh- und Lederwarenindustrie (HDS/L) anlässlich der Gallery Shoes & Fashion in Düsseldorf. „Solch einen Rückgang hatten wir noch nie.“

Der Umsatz der deutschen Schuhhersteller mit 50 oder mehr Beschäftigten ist demnach von 1,62 auf 1,28 Milliarden Euro gesunken. Dies bedeutet einen Rückgang der Verkaufserlöse um rund ein Fünftel (-21,0 Prozent). Mit knapp einer Milliarde Euro lag der Inlandsumsatz um 22,5 Prozent unter dem des ersten Halbjahres 2019. Der Auslandsumsatz verringerte sich im ersten Halbjahr 2020 von 269 auf 232 Millionen Euro.

Diese Umsatzentwicklung hat sich aber noch nicht auf die Beschäftigungssituation in der deutschen Schuhindustrie ausgewirkt. Die deutschen Schuhhersteller halten die Beschäftigung bisher stabil. Von Januar bis Juni 2020 beschäftigte die Branche im Monatsdurchschnitt 15.587 Mitarbeiter. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Anstieg von 0,7 Prozent. Die qualifizierten Mitarbeiter würden auch in einer Krisenphase soweit möglich gehalten, so Junkert. Dazu hätte sicherlich wesentlich die von der Bundesregierung erweiterte Möglichkeit der Kurzarbeit beigetragen. Diese Regelungen gelten zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2020. Eine Verlängerung werde von der deutschen Schuhindustrie begrüßt.

Einen ausführlichen Bericht über die Lage der deutschen Schuhindustrie lesen Sie in Ausgabe SHOEZ 10/2020.