Verschwinden die Traditionsnamen Karstadt und Kaufhof künftig?

Laut Medienberichten soll P&C an der Warenhauskette interessiert sein

Das Düsseldorfer Modeunternehmen Peek & Cloppenburg soll Interesse an René Benkos Galeria Kaufhof Karstadt haben. Dies berichtet die „Bild“. Denn Deutschlands letzte große Warenhauskette Galeria Kaufhof Karstadt könnte bald zum Verkauf stehen, nachdem der Mutterkonzern Signa Ende November Insolvenz angemeldet hatte. Der Kaufhauskonzern betreibt bundesweit noch 90 Filialen mit 12.500 Mitarbeitern.

Nach „Bild“-Informationen spielt Peek & Cloppenburgs Strategiechef Stephan Fanderl eine große Rolle. Der 60-Jährige war sechs Jahre lang bis Juni 2020 Galeria-Chef. Peek & Cloppenburg hatte allerdings selbst erst in diesem Jahr ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung durchlaufen.

Sollte Peek & Cloppenburg die Galeria-Standorte übernehmen, müsste der Modekonzern ordentlich Geld in die Hand nehmen. Signa hat sich für Anfang 2024 zu einer 200 Millionen Euro schweren Finanzspritze für Galeria Karstadt Kaufhof verpflichtet. Dieses Geld müsste von einem neuen Investor aufgebracht werden.

Peek & Cloppenburg dementierte derweil eine Übernahme: „Wir können die Berichterstattung über die Übernahme der Warenhauskette Galeria nicht bestätigen“, sagte ein Unternehmenssprecher.

Im Umfeld von Galeria ist nun zu hören, nicht nur P&C habe ein Auge auf die Standorte geworfen, darüber hinaus gebe es weitere potenzielle Bieter. Namen sind allerdings noch nicht durchgesickert.