Clarks entlässt 900 Mitarbeiter

vom 22.05.2020

Britischer Schuhhersteller will sich neu positionieren

Der Schuhhersteller und -retailer Clarks wird weltweit 900 Stellen streichen, um sich für eine Zukunft nach dem Virus zu positionieren. Zuletzt hatte der angeschlagene britische Schuh-Riese besonders unter der zeitweiligen Schließung von Filialen wegen der Corona-Pandemie gelitten.

Das vor 195 Jahren gegründete britische Label beschäftigt weltweit rund 13.000 Mitarbeiter. Im Rahmen eines Turnaround-Plans sollen in den kommenden 18 Monaten weltweit rund 900 Mitarbeiter entlassen werden. Rund 200 Stellen sollen neu hinzukommen. Investieren wolle man insbesondere in den Bereichen Nachhaltigkeit, Produktinnovation, Design und Qualität. Zudem solle der Digital-Auftritt verbessert werden. Clarks-CEO Giorgio Presca sagte, dass das Unternehmen eine vielversprechende Zukunft habe, man aber „einige schwierige Entscheidungen treffen müsse, um dorthin zu gelangen“. Es ist die zweite Kündigungswelle seit Presca im März vergangenen Jahres das Ruder übernommen hatte. Ende letzten Jahres waren bereits 170 Stellen gestrichen worden.

Das Clarks-Filialnetz umfasst derzeit rund 1.400 Filialen in 75 Ländern und etwa 500 Geschäfte und Shop-in-Shops in Großbritannien. Die Gewinne sind in den letzten Jahren stark gesunken. Der Betriebsgewinn von 113 Millionen Pfund im Jahr 2015 hatte sich bis 2018 auf 29,3 Millionen Pfund verringert. Im vergangenen Jahr verzeichnete das Unternehmen einen Verlust von 84,4 Millionen Pfund.