Clarks rutscht tiefer in die roten Zahlen

vom 08.11.2019

Schuhhersteller kündigt bedeutende Anzahl von Geschäftsschließungen an

Der britische Schuhhersteller Clarks ist tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ging der Umsatz um 4,6 Prozent auf 1,47 Milliarden Pfund zurück. Die Verluste erhöhten sich gleichzeitig von 31,3 auf 82,9 Millionen Pfund. Clarks-Finanzchef Paul Kenyon kündigte an, „eine bedeutende Anzahl von Geschäften“ in den nächsten fünf Jahren zu schließen. Clarks betreibt weltweit mehr als 1000 Filialen. In Großbritannien wurden in diesem Jahr bereits 18 verlustbringende Geschäfte geschlossen. Während der stationäre Einzelhandel schwächelt, vermeldete der E-Commerce ein Umsatzplus von 18,1 Prozent.

Bereits Anfang des Jahres hatte Clarks angekündigt, Arbeitsplätze in seinem einzigen verbliebenen britischen Werk zu streichen. Die erst im Jahr 2017 neu eröffnete „robotergestützte“ Technologiefabrik wird nun geschlossen. „Trotz unserer Bemühungen konnten die erhofften Produktions- und Kostenziele kurz- bis mittelfristig nicht erreicht werden“, begründete Clarks die Schließung. Von den 45 Mitarbeitern werden nur zehn weiterbeschäftigt.