Moda made in Italy abgesagt

vom 29.07.2020

Italienische Aussteller können zum Messetermin Showrooms im MOC buchen

Die Münchner Messe Moda made in Italy, die ursprünglich für September geplant war, ist abgesagt worden. „Die Rahmenbedingungen dieser schwierigen Zeit haben den Veranstalter, die Assocalzaturifici, leider dazu veranlasst, diese Entscheidung im Rahmen einer breiter angelegten Bewertung internationaler Fachmessen für die Schuhindustrie zu treffen“, so der Verband. Die Veranstaltung ist seit 25 Jahren ein wichtiger Termin im Kalender der Schuhbranche und spielt eine wesentliche Rolle bei der Konsolidierung auf dem deutschen Markt, der nach wie vor der Top-Markt für italienische Schuhe in Europa ist.

Laut Statistik stiegen die Exporte italienischer Schuhe nach Deutschland zwischen 2014 und 2018 kontinuierlich, 2019 sanken sie mengen- und wertmäßig (minus 8,4 und minus 1,4 Prozent) gegenüber dem Vorjahr bei gleichzeitig steigendem Durchschnittspreis (plus 7,6 Prozent). Veränderungen hinsichtlich der Nachfrage und die aktuelle Situation hätten, so Assocalzaturifici, dazu geführt, den Kontakt zum deutschen Markt in physischer und digitaler Dimension neu auszugestalten. Deutschland sei nach wie vor ein wichtiger Markt, der keineswegs aufgegeben werden soll, so die Messeverantwortlichen.

Im Rahmen einer besonderen Vereinbarung zwischen ANCI Servizi und dem Münchener MOC können Schuhunternehmen einen Showroom eröffnen, in dem sie sich zu den ursprünglich vom 27. bis 29. September 2020 geplanten Terminen mit Einkäufern treffen können. Deutsche Einkäufer und Schuhhersteller können auch das von der Micam eingeführte Online-Business-Tool nutzen, das vom 20. bis 23. September 2020 auf der Fiera Milano Rho angeboten wird.