Online-Schuhhandel wächst weiter rasant

vom 17.07.2019

Studie: Schuhumsatz knackt Milliarden-Umsatzgrenze im zweiten Quartal

Der Onlinehandel mit Mode und Schuhen hat sich von der Schwäche im stationären Handel im ersten Halbjahr deutlich abkoppeln können. In der Kategorie Bekleidung verzeichnet die Branche im zweiten Quartal ein Wachstum von 13,8 Prozent auf 3,206 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. Im Bereich Schuhe lag das Wachstum im gleichen Zeitraum um 9,7 Prozent. Der Umsatz erhöhte sich auf 1,015 Milliarden Euro. Dies geht aus der großen Verbraucherstudie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) hervor.

Insgesamt gaben die Verbraucher im Zeitraum April bis Juni 2019 im Online-Handel 17,363 Milliarden Euro aus. Im zweiten Quartal 2019 kauften die deutschen Verbraucher Waren im gesamten Interaktiven Handel (Online- und klassischer Versandhandel) für 17,964 Milliarden Euro. Der Online-Handel hat somit einen Anteil von 96,7 Prozent am Gesamtumsatz des Interaktiven Handels. Die digitalen Dienstleistungen wie elektronische Tickets, Downloads, Hotelbuchungen etc. verzeichnen einen Umsatz von 4,810 Milliarden Euro und damit ein Plus von 4,4 Prozent.

Im ersten Halbjahr legte der E-Commerce um 11,3 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 zu. „Fast moving consumer goods“ wie Lebensmittel oder Drogerie-Waren wachsen am Stärksten.

Im zweiten Quartal zogen die Multichannel-Versender zwar weiterhin gegenüber den Online-Marktplätzen nach, aber in absoluten Zahlen kaufen die Deutschen immer mehr bei Letzteren online ein. Die Kategorie „Multichannel“ mit E-Commerce-Anbietern aus dem stationären Einzelhandel und Katalog-Versandhandel wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 11,0 Prozent und erreichte einen Umsatz von 6,215 Milliarden Euro. Darunter verzeichneten die Versender mit Herkunft aus dem stationären Geschäft ein nur unterdurchschnittliches Plus von 5,9 Prozent. Die Umsätze lagen bei 2,691 Milliarden Euro. Mit einem weiteren Wachstum von 13,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Umsatz von 8,020 Milliarden Euro besetzten die Online-Marktplätze wieder fast die Hälfte des Gesamtumsatzes.

Der E-Commerce-Umsatz wird nach Einschätzung des bevh 2019 die 70 Milliarden-Euro-Marke überspringen und knapp unter 72 Milliarden Euro brutto (+10,5 Prozent) erreichen.