Peacock Moden stellt Insolvenzantrag

vom 12.08.2019

Modehändler betreibt 14 eigene und acht Franchise-Filialen

Nächste Insolvenz im Modehandel: Die Peacock Moden GmbH hat am 8. August einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Amtsgericht Münster ordnete daraufhin das vorläufige Insolvenzverfahren an und bestellte Stefan Meyer von der Pluta Rechtsanwalts GmbH, der auch als Sachwalter bei Gerry Weber tätig ist, zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Grund für den Insolvenzantrag seien Liquiditätsengpässe aufgrund von drohenden Zahlungsausfällen von Geschäftspartnern, teilte Meyer mit. Das Unternehmen mit Sitz in Borken im Münsterland betreibt die in der Region bekannten Peacock-Modegeschäfte. Es handelt sich um 14 eigene Standorte und um acht von Franchisenehmern geführte Geschäfte. „Der Geschäftsbetrieb wird ohne Einschränkungen in allen Filialen fortgeführt. Die Kunden werden von der Insolvenz nichts spüren und sind eingeladen wie gewohnt in den Filialen einzukaufen“, sagt Meyer.

Dabei setzt der vorläufige Insolvenzverwalter auch weiterhin auf Unterstützung des Geschäftsführers und Gesellschafters Manfred Brockherde. Ziel sei es, Peacock als wichtigen Modeanbieter mit seinen hochwertigen Geschäften dem Markt zu erhalten.

Die Gesellschaft beschäftigt derzeit 111 Arbeitnehmer. Die Gehälter sind über das Insolvenzgeld gesichert. Aktuell bemüht sich der vorläufige Insolvenzverwalter, die Voraussetzungen für die Vorfinanzierung der Insolvenzgeldbeträge schnellstmöglich herbeizuführen. Meyer informierte Meyer die Mitarbeiter im Rahmen einer Betriebsversammlung über die aktuelle Situation und die weiteren geplanten Schritte.