Verlorenes Jahr für Puma

vom 29.07.2020

Sportartikelkonzern schreibt wegen Corona rote Zahlen

Der Sportartikelkonzern Puma schreibt wegen der Coronakrise rote Zahlen. Im zweiten Quartal verbuchten die Herzogenauracher ein Minus von 50 Millionen Euro, im vergangenen Jahr stand noch ein Gewinn von knapp 96 Millionen Euro auf der Habenseite. Etwas optimistisch stimmt die Entwicklung seit Mitte Mai. Während das Umsatzminus im April noch bei 55 Prozent und im Mai immer noch bei 38 Prozent lag, fielen die Rückgänge im Juni mit minus sechs Prozent deutlich geringer aus. Verantwortlich dafür war vor allem die Erholung in China und Asien. Insgesamt brach der Puma-Umsatz im zweiten Quartal um knapp ein Drittel auf 831 Millionen Euro ein.

Für Vorstandschef Björn Gulden war das zweite Quartal das schwierigste, „das ich jemals erlebt habe“. So seien 85 Prozent des gesamten weltweiten Sport- und Modegeschäfts lahmlegt gewesen. Und auch wenn Puma derzeit auf eine Erholung zusteuere, sei 2020 „ein verlorenes Jahr“.

Die Liquiditätslage des Konzerns bleibt solide. Puma verfügt über liquide Mittel in Höhe von 437 Millionen Euro, hinzu kommen ungenutzte Kreditlinien von knapp 1,3 Milliarden Euro. Die staatlich gestützte Kreditlinie von 900 Millionen Euro, die Puma im Mai zugesagt bekam, hat das Unternehmen Gulden zufolge noch nicht angetastet.