Weltweite Schuhproduktion erreicht Rekordniveau

vom 01.08.2019

Asien bleibt weiterhin mit Abstand größter Produzent

Die weltweite Schuhproduktion erreichte im Jahr 2018 24,2 Milliarden Paar, ein Wachstum von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Daten stammen aus dem World Footwear Yearbook 2019, das jetzt vom portugiesischen Herstellerverband Apiccaps veröffentlicht wurde. Im Vergleich zu 2010 ist die Schuhherstellung danach weltweit um 20,5 Prozent gewachsen. Die Produktion konzentriert sich weiterhin stark auf Asien, wo fast neun von zehn Paar Schuhen hergestellt werden.

Die weltweiten Schuhexporte nahmen 2018 zum zweiten Mal in Folge zu und erreichten ein neues Allzeithoch 142 Milliarden Dollar. Bezogen auf das Volumen ist dies jedoch immer noch weniger als der Rekord von 15,2 Milliarden Paaren im Jahr 2015. Das Wachstum war geografisch ungleich verteilt. Aus China kommen fast zwei Drittel aller Schuhexporte, aber der Marktanteil des Landes ging 2018 erneut zurück. Seit 2010 ist Chinas Anteil an den weltweiten Exporten um neun Prozentpunkte zurückgegangen.

Mittlerweile kauft Asien die meisten der weltweit verkauften Schuhe. Der Anteil am weltweiten Gesamtverbrauch ist seit 2010 um 5 Prozentpunkte gestiegen. China liegt mit einem Anteil von 18,4 Prozent weiterhin an der Spitze der zehn größten Schuhkonsumenten. Aus kontinentaler Sicht ist Asien weiterhin die Hauptregion für den Schuhkonsum (54%), gefolgt von Europa (15%) und Nordamerika (15%).

Nachdem Europa in den letzten Jahren einen Anteil am Gesamtwert der Weltausfuhren eingebüßt hatte, erreichte es 2018 einen Anteil von 37,7 Prozent (2010: 38,6%). Mengenmäßig macht Europa 13,6 Prozent des Weltmarktes aus, das ist das höchste Niveau der letzten sechs Jahre. Europa besitzt jedoch nur ein Sechstel des asiatischen Anteils: Asien ist der Ursprung von mehr als 80 Prozent der weltweit exportierten Paar Schuhe. Europa ist der führende Kontinent bei den Schuhimporten, auf den mehr als ein Drittel der Weltimporte entfallen. Asien holt jedoch rasch auf: 2009 betrug der Abstand zwischen ihren jeweiligen Anteilen an den gesamten Weltimporten 20 Prozentpunkte. 2018 waren es nur noch 8.