Alle Marken des Konzerns mit Umsatzminus

Der amerikanische Schuh- und Bekleidungskonzern VF Corporation hat im dritte Quartal seines Geschäftsjahres 2023/24 die Erwartungen verfehlt. Der Umsatz sank im Zeitraum Oktober bis Dezember aufgrund der gedämpften Nachfrage während des kritischen Weihnachtsgeschäfts trotz höherer Werbeaktionen um 16 Prozent auf 2,96 Milliarden US-Dollar. „Unsere Umsatzentwicklung im dritten Quartal war enttäuschend“, gab Präsident und CEO Bracken Darrell zu. Die Aktien von VF fielen im Jahr 2023 um fast 32 Prozent.

Das Unternehmen, das im Oktober einen Kostensenkungsplan angekündigt hatte, überprüfe derzeit sein Portfolio. Insbesondere der Taschenbereich mit Marken wie Kipling und JanSport stehe zur Disposition. „Wir werfen wirklich einen objektiven Blick auf alle Marken“, sagte Bracken Darrell, der im Juni 2023 den Posten des CEO übernommen hatte.

Vor allem möchte VF den Nachfragerückgang nach Sneakern der Marke Vans eindämmen. Im Berichtsquartal ging der Vans-Umsatz um 28 Prozent auf 668,2 Millionen US-Dollar zurück. Auch das North Face-Geschäft verzeichnete einen Umsatzrückgang von zehn Prozent auf 1,19 Milliarden US-Dollar. Bei Timberland ging der Umsatz um 21 Prozent auf 473,0 Millionen US-Dollar zurück, bei Dickies um 16 Prozent auf 147,9 Millionen US-Dollar. Die übrigen Marken der Unternehmensgruppe kamen zusammen auf 479,1 Millionen US-Dollar und verfehlten das Niveau des Vorjahresquartals damit um sechs Prozent.

Trotz einer höheren Bruttomarge rutschte der Konzern nicht zuletzt aufgrund hoher Wertberichtigungen bei den Marken Timberland und Dickies in die roten Zahlen. Der operative Verlust belief sich auf 32,2 Millionen US-Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Betriebsgewinn von 516,0 Millionen US-Dollar erzielt worden war. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 42,5 Millionen US-Dollar (39,4 Millionen Euro). Im dritten Quartal des vorherigen Jahres hatte das Unternehmen einen Überschuss von 507,9 Millionen US-Dollar verbucht.

VF kündigte an, dass CFO Matt Puckett im Laufe des Jahres zurücktreten wird. Er bleibt im Amt, bis das Unternehmen einen Nachfolger ernannt hat.