Frank Schuffelen, CEO der ANWR Group

Schuhbereich schließt mit Minus von neun Prozent ab

Die gedrückte Kauflaune der Konsumenten hat Folgen für die ANWR-Unternehmensgruppe. Da die angeschlossenen Händler entsprechend weniger Waren einkauften, sank das Geschäftsvolumen der Gruppe 2023 um fünf Prozent gegenüber dem Rekord-Vorjahr auf 20,7 Milliarden Euro.

Die eigenen Verbundgruppen ANWR, Garant, Rexor, Sport 2000 und Goldkrone in Deutschland und dem europäischen Ausland lagen 2023 mit 2,9 Milliarden Euro neun Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Bereich Schuhe schloss das Jahr mit 1,3 Milliarden Euro (minus neun Prozent) ab, der Bereich Sport mit 1,5 Milliarden Euro (minus neun Prozent). Das Abrechnungsvolumen des Bereichs Lederwaren lag mit 116 Millionen Euro drei Prozent unter dem Vorjahr.

Die beiden Banken der ANWR-Unternehmensgruppe, DZB Bank GmbH und Aktivbank AG, erzielten ein Geschäftsvolumen in Höhe von 17,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem Minus von vier Prozent. Die Banken erbringen Finanzdienstleistungen für Verbundgruppen, die mehrheitlich nicht zur ANWR-Unternehmensgruppe gehören, unter anderen in den Branchen Baustoffe, Holz, Möbel, Kfz, Sanitär und Heizung, Spielzeug sowie Fahrrad.

„2023 war ein besonders herausforderndes Jahr“, so Frank Schuffelen, CEO der ANWR Group eG. „Die Inflationsraten, der hohe Kostendruck sowie die durch die geopolitische Lage gedrückte Konsumstimmung machten dem Handel insgesamt zu schaffen. Als genossenschaftliche Gemeinschaft setzen wir deshalb auf die Profilierung der uns angeschlossenen Handelsunternehmen und fördern damit langfristig deren Profitabilität.“

Mit verschiedenen Initiativen sei dies im letzten Jahr untermauert worden: unter anderem im Sportbereich mit der Expansion der Spezialisten-Konzepte Absolute Run und Absolute Teamsport sowie der Etablierung der Eigenmarke Witeblaze, im Schuhbereich mit einer 360°-Unternehmensberatung und der Pilotierung des Nachhaltigkeitskonzepts Pure Wear. Darüber hinaus trage auch die Weiterentwicklung der eigenen E-Commerce-Plattformen schuhe.de, sport2000.de sowie bagmondo.de zur Profilierung und Omnichannel-Fähigkeit der Händler bei.